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Erster Band.
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Farbe an; sie wird bei den wilden Stammen von Guianaund Brasilien allgemein angewendet/ um ihre Haut aufmanichfalrige Art mit Flecken, Linien und Figuren zu be-mahlen, die theils zur Zierde bei ihren Festen und Tanzen,theils dazu dienen, sich ihren Feinden furchtbar zu mache»,wenn sie in das Gefecht gehen; so wie sich die Briten zuCäsars Zeilen des Waids zum nemlichen Zwecke bedienthaben. Doch der sonderbarste Umstand bei dieser Anwen-dung ist, daß wiederholtes Waschen mit Seife oder andereMittel, so weit ich mich bei meinen öfter» Besuchen i«Guiana überzeugen konnte, nicht im geringsten geeignet sind,die so hervorgebrachten blauen Flecken wieder wegzubringen,bis nach einigen (gewöhnlich neun oder zehn) Tagen dieEpideomis oder das Oberhautchen durch Ausdünstung, Rei-ten u. s. w. weggebracht wird, und einem neuen ungefarb,ten Platz macht. Ich glaube, daß dieß das einzige Mittelist, wcdurch die erwähnten Flecken nach einigen Tagen all-mahlig und von selbst verschwinden *).

Oviedo scheint zuerst dieses Bartmes unter dem Na-men Xagua erwähnt zu haben; allein er sagt, die Farbe,welche die unreifen Früchte hervorbringen, sey schwarz,und fügt hinzu, daß die Flecken, welche sie auf der Hautmacht, vor io oder i? Tagen nicht weggebracht werden kö»,nen, und daß sie von den Nageln an den Fingern nichteher verschwindet, bis diese so lange wachsen, daß der be.

*) Seit meiner lezten Rükkehr aus Guiana finde ich von Hart/

silick (Beschrybing van Guiana £!).!. 49) angegeben, daß

der scharfe milchigte Saft der Carica papaya Frucht, oderdes Papau-Baumes die erwähnten Flecken wegschaffen könne,was, wenn es wahr ist, eine sonderbare Thatsache zu seynscheint, und ich bedaure, daß mir dieß unbekannt war, aisich Mittet und Wege hatte, die Wahrheit davon durch Ver/suche zu erproben.