Schrift hat, so weit ich sie beurtheilen kann , seit dieserZeit nicht im geringsten gelitten; daher hat man gegründeteUrsache zu glauben, daß diese Farbe dauerhafter sei, alsdie gewöhnliche Dinte, obgleich sie mehr ins dunkelblauefallt. Indessen fand die Fabel von der flüchtigen Beschaf-fenheit dieser Art Dinte/ und von den gefährlichen Zwecken,zu welchen sie angewendet werden könnte, so allgemeinennnd festen Glauben bei den Einwohner» von Essequebo undDemerary , daß ich wich verleiten ließ, sie als glaubwür-dig in dem Bande zu erzählen , welchen ich im Jahr 1769über die Naturgeschichte von Guiana herausgegeben habe *).
Dieser Baum gehört gleichfalls, wie das Neriumtinctorium, die Asclepias tingens etc. zu der natürlichenFamilie der Contortae, und ist zu Essequebo, Demerarynnd Berbice unter dem Arrowaukifchen Namen UaunL und
*) Franz Ximcnes erzählt, daß mit dem Safte dieser Fruchtmanchmal arge Streiche gespielt werde», indem man densel-ben heimlich unter Rosenwasscr mischt, und dieses den Damenin Neuspaiuen giebt; und Dütertre in seiner Beschreibungder französischen westindischen Inseln sagt von diesem Baume:„er tragt die Schminke, O fträ) der neu angekommenenKammermädchen", und fugt hinzu: die gemeinen Dicnsrmag-de, welche damals in beträchtlicher Anzahl von Frankreichnach den westindischen Inseln kamen, würden bei ihrer An-kunft belehrt, baß sie eine schlvarzc Haut bekamen, wenn sienicht Gesiebt und Hände mit dem (Farbciilosen) Saft dieserFrucht wüschen; dieß glaubend sammelte» sie schnell das ver-meintliche Mittel und wendeten es au, um ihre Schönheitzu bewahren; aber wie sehr Ware» sie überrascht, ’.balb nachder Anwendung Gesicht und Hände mit einer häßlichen dun-kelblauen Farbe bedeckt zu finden, welche sie vor 9 oder 10Tagen mit Nichts wegbringen könnten. Er führt ferner an,daß viele von ihnen sich verheirathet hatten, bevor diese Farbeverschwunden, und wiederholt die Fabel von den vermeintli-chen Betrügereien, welche durch den Gebrauch dieses SaftesMatt Dutte geschehen könnten.