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Erster Band.
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Die Wurzel und die Rinde des Berberitzen Strau-ches (Berberis vulgaris) besitzen von Natur aus eine schö«ne gelbe Farbe, welche sich der Schaafwolle, ohne Bei.hülfe irgend einer Basis, mittheilt; allein dieseFarbe wiedersieht nicht im geringsten weder der Luft nochder Seife. Dieser Strauch gilt indessen als ein merkwür.diger Beweis, daß man von dem äußern Ansehen der Pflan-zen selten einen Schluß machen kann auf die färbenden Ei«genschaften derselben. Ein ähnlicher Beweis ergab sich mirneulich mit dem Holze, der Rinde und der Wurzel desZantoxylum clava Herculis Lin. (Zahnweh.Baum oderJapanischer Pfcffer.Baum), wovon jeder Theil äußerst schöngelb gefärbt ist; allein als ich mir etwas davon zu Versu-chen verschaffte, konnte ich nur wenig von dem Pigmentausziehen, obgleich ein Ueberfiuß an Färbesioff vorhandenzu seyn schien, und das Wenige, was ich auszuziehen imStande war, war, wie das Pigment des Berberitzen-Strauches, durchaus unfähig mit irgend einer Basis nurdie geringste Verbindung einzugehen, oder der Einwirkungder Luft und der Seife einigermassen zu wiederstehen.

Ich habe mich S. 238 auf einen Brief des Dr. Rox«burgh bezogen, worin er meldet, daß er zu einem Versuchfür mich eine Probe von den gefärbten Blüthen - Kelchendes Nyctanthes arbor tristis Lin. aus Indien übersendethabe, welche von den Hindus angewendet werden, um aufBaumwolle eine äußerst schöne aber keineswegs haltbareOrangengelbe Farbe hervorzubringen, und ich habe gefun.den, daß diese Dlüthenkelche durch einen bloßen Aufguß vonkaltem Wasser die nemliche Farbe geben, welche Dr. Rox«burgh beschrieben hat, und daß sich dieses Pigment schondurch kaltes Einweichen leicht auf Baumwolle und Seidebefestige; daß es aber zur Alaunerde, zu den Oxyden desZinns und des Eisens, oder zu sonst einer Basis oder