Band 
Erster Band.
Seite
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daher wird die Operazion noch vierjehen Tage lang fortze.sevt, wahrend welcher die Mischung nur alle sechs Stun-den umgerührt wird. Selbst dann noch halt man es fürgut, die Arbeit noch eine Woche lang fortzusetzen, so daßsie im Ganzen einen Monat dauert; wenn aber die Parelle, wenig Farbestoff enthält, so sind drei Wochen für den gan-j zen Prozeß hinreichend.

! Der so zubereitete Farbestoff wird hernach im feuch-

ten Zustande in verschlossenen Fässern aufbewahrt, wo« er sich ein ganzes Jahr lang gut erhalt; bleibt er zweij Jahre lang stehen, dann nimmt er wieder an Güte ab.

> Wenn alles flüchtige Kali verdunstet ist, dann nimmt die

Drfeille (so heißt die Substanz im zubereiteten Zustande)einen angenehmen Veilchen-Geruch an; sie färbt, sagtHr. Cocq, durch einfaches Kochen das Tuch dunkel ama-rantroth, und bei verlängertem Kochen dunkel ama«rantroth. Ich will einige Bemerkungen über diesen Pro-zeß beifügen, wenn ich von der Bereitung des Cudbear inEngland zu sprechen Gelegenheit haben werde.

Seit vielen Jahren, ja vielleicht mehrern Jahrhun-derten , haben die Bewohner Schwedens, Schottlands, Ir-lands , Wales und einiger anderer nördlichen GegendenEnglands verschiedene Flcchtenarten in Harn geweicht zumFarben in den Haushaltungen angewendet. Die eine dieserFlcchtenarten heißt nach Linne Liehen amphalodes und wirdgewöhnlich Code, Corker und Arcel genannt ; in Waleskennt man sie unter dem Namen Kenkering; sie giebt der- Schaafwolle und den wollenen Zeugen eine Art dunkel Car-i mosinroth. Es ist dieß das Lichenoides saxatile tinctorumjj foliis purpureis des HkN. Ray (Synops. p. 74, Nr. 70).

| Linne sagt (in seiner flora Lapponica), daß von dieser

I Flechte eine unermeßliche Menge auf der Insel Aland imj- baltischen Meere wächst.