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Das Lichen calcareus Lin. oder Lichenoides tarta-reum tinctorium candidum tuberculis atris des Dillenius(p. 128), welches nur auf Kalkgebirgen wächst, besijt ähn-liche Eigenschaften und wurde von dem Volke in Wales,auf den Orkney-Inseln u. s. w. schon vor langer Zeit arlfdie nemliche Art angewendet.
Fast ähnliche Farben erhält man von verschiedenenandern Arten dieser Gattung, durch Einweichen in Kalkund Harn/ namentlich vom Liehen saxatilis Lin. (oderLiehen de röche nach La Marck Flor. Franc. p. 78); vomLiehen caperatus, Lin. Liehen pustulatus Lin. Liehen ar-gentatus Lin. (welches in Wales Cadlog und Kengevin ge-nannt wird); vom Liehen stygius imbricatus etc. Lin. Li-ehen nivalis Lin. Liehen deustus , Lin. Liehen fistulosusnach Hudson , und vom Liehen musearum nach Hoffmann,welches, wie Kalm sagt, die Pennsylvanier drei Monatelang in Harn weichen, und womit sie nachher ein schönesRoth färben.
Doch die wichtigste von allen Flechtenarten des nörd-lichen Europas scheint das Liehen tartareus Lin, zu sey»,welches ein Schaalenmoos ist, und gewöhnlich auf Kalk-steiufelsen in Schweden, Schottland und dem nördlichenEngland u. s. w. wächst. Es ist dieß das Lichenoides tar-tareum farinaceum scutellarum umbrone fusco nach Prosfeffor Dillenius (S. 132 ). Linne sagt, (Iter West. Goth.p. 170), daß das Volk in West-Gothland eine schöne car«mosinrothe Farbe mit dieser Flechte bereite, welche durchganz Schweden unter dem Namen Byttelet bekannt ist, undaußer diesem Verbrauche berechnet Dr. Westring, daß seitdein Jahre 1770 jährlich ungefähr ein hundert dreißigTonnen von dieser Waare aus Schweden ausgeführt wor-den sind. Dieß ist die Flechte, mit welcher in Großbritan-nien ein purpur- oder vislettfarbiges Pulver bereitet, und