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verlor, was, wie ich vermuthe, von einer Sauerstoff. Enk-Ziehung herrührt. Diese Erscheinung ist analog mit derFar-en - Verschwindung bei dem schwefelsauren Jndig durchZusatz des nemlichen salzsauren Zinns.
Außer den Flechten, deren Farben von einer Verbin-dung mit Ammoniack abhängen, giebt es noch einige andere,aus welchen man durch bloßes Kochen mit Wasser substan-tive Farben erhalt, die zwar weniger schön, aber viel dauer-hafter sind. — Dahin gehören der Muscus pulmonariusnach Caspar Bauhine, oder das Lichenoides pulmoniumreticulatum vulgare marginibus peltiferis nach Dillenius(p. 212), welches in den nördlichen Gegenden EnglandsRags, und Stone Rag (Steinlappen) genannt wird; eSfärbt ohne Beitze ein sehr dauerhaftes Dunkelbraun aufweiße Schaafwolle oder weißes Tuch, und ein schöneshaltbares Schwarz auf Wolle oder Tuch, welches ehe-vor einen dunkelblauen Jndiggrund erhalten hat.
Außer den Flechten, welche substantive Farben geben,kennt man noch einige, die mit Alaun oder mit den Oxi-den des Zinns und Eisens, adjectiv angewendet, fähigsind, gelbe, olivengrüne und verschiedene braune Farben zugeben; — allein sie gehören nach meiner Eintheilung nichtin diese Farben-Klasse; — und da man durch andere Mit-tel ähnliche Farben mit weniger Kosten hervorbringen kann,so werde ich wahrscheinlich nicht weiter von ihnen sprechen,sondern mich begnügen, diejenigen, welche darüber mehrnachlesen wollen, auf Hoffmanns „Commentatio de varioLichenum usu”, gedruckt zu Lyon 1/87, zu verweisen.
Es giebt eine Art Farbestoff, welcher in den Rindenund andern Theilen beinahe aller Baume und Gesträuchein größerer oder geringerer Menge enthalten ist, und wel-cher ohne Beitze oder Basis Wolle, Seide, Baumwolle undLeinen dauerhaft färbt auf eine Art, welche die Franzosen