(em Kalk bedeckt werden, um die zerstörende Wirkung zuverhindern, welche sonst die atzende Eigenschaft des Safteshervorbringen würde, und es scheint, daß der gebrannteKalk hierzu allgemein angewendet wird, theils auf die Art,die Osbeck beschreibt, theils durch Vermischung mit demSafte vor der Anwendung. Durch langes Aufbewahrenwird der Saft so dick wie Theer, und in einigen Nüssen,welche ich von Jemanden erhielt, in dessen Besitze sie schonüber zehrn Jahre lang waren, harte derselbe nichts Schar-fes mehr im Geschmacke. Etwas davon wurde ohne Zusatzauf weißen Caliko topisch aufgetragen, und durchdrang die,sen gänzlich; nach dem Trocknen und darauf folgenden Ko-chen mit Seife, setzte ich den so gefleckten Caliko zwei Mo.nate lang der Sonne und dem Wetter aus, während des-sen die schwarze Farbe dunkler und auffallender wtirde,wahrscheinlich durch eine Sauerstoff - Verschluckung. Daaber wegen der Klebrigkeit des Saftes:ein Uebermaas anFärbestoff angewendet worden war, so schienen die schwar-zen Stellen eher gemahlen als gefärbt zu seyn.
Or. Roxburgh sagt, diese Nütze werden von den Te-linga - Aerzten zur Heilung der venerischen Krankheit ange-wendet. Sie werden auch, wenn sie noch sehr jung sind,wie Oliven eingesalzen, und wenn sie beinahe reif sind,werden sie als ein gelindes Aetzmrttel auf Geschwüre u. dgl.angewendet. Lamarck und die französischen Botaniker ha-ben diesem Baume wieder den Namen Anacardium bei-gelegt , womit derselbe früher bezeichnet worden war, we-gen der Aehnlichkeit der Nuß mit der Gestalt eines (einwenig flach gedrückten) Herzen. Diesen Namen entlehntensie vom Laslisw - Baume, für welchen derselbe nie geeignetwar (indem seine Nuß Nierenförmig ist), und nannten lez-teren Cassuvium pomiferum, welcher Name demselben schonfrüher vom Rhumphius beigelegt worden war.
Als