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bringen und zu fipiren im Stande sei, obgleich sie selbst nureinfarbig wäre *).
Ob die Aegypter diese wundervolle Kunst von denHindus und andern Bewohnern Indiens, oder ob lezkeresie von den Aegyptern gelernt haben, ist eine nicht schwerzu lösende Frage, wenn wir erwägen, daß diese Kunst vieleJahrhunderte hindurch in einem großen Theile von Indienausgeübt worden ist, und nicht nur noch daselbst besieht,sondern daß auch die Fardestoffe und andern dazu erforder-lichen Hülfsmittel natürliche und eigenthümliche Er-zeugnisse von Ostindien nicht aber auch von Aegypten sind;daß die Jndier schon seit wenigstens 22 Jahrhunderten civi-lisirt sind, während welcher Zeit ihre Gewohnheiten, durchihre Verbindung mit der Religion (wenn ich mich so aus-drücken darf) geheiligt, wenig oder gar keine Veränderungerlitten; daß ihre Gewerbe sorgfältig in gewissen Familienfortgepflanzt wurden, daß darunter auch unstreitig ihre Ma-nufakturen von einem sehr hohen Alter waren, und daßendlich eine Menge Wege offen standen, auf welchen sienach Aegypten und andern Landern, lange vorher ehe Pli-nius schrieb, verpflanzt werden konnten.
Major Rennell bemerkt, „daß eine leidenschaftlicheVorliebe für indische Manufakturen und Erzeugnisse in je-dem Zeitalter die Völker von Niederasien und den gebildc-
*) Pingunt ct vestes in Aegypto inter pauca mirabili genere,candida vela postquam attrivere illinentes non coloribussed colorem sorbentibus medicamentis: hoc cum fecere, nonapparet in velis : sed in cortinam pigmenti ferventis mersa,post momentum extrahuntur picta. Mirumque, cum situnus i 11 cortina color, ex illo alius atque alius sit in veste,accipientis medicamenti qualitate mutatus: nec postea abluipotest. Ita cortina non dubia confusura colores si pictosacciperet, digeret eos ex uno, pingitqus dum coquit,” Pli-nii L. ^.XXV. cap s.