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förmige Verlängerung der Brust; es hat kerne Flügel son-der« sechs Füße, welche ihm aber blos dazu dienen, sicheine kurze Zeit unmittelbar nach der Geburt zu bewegen;in der Folge werden sie ihm unnütz und hören zu wachsenauf, wahrend der Körper selbst sich sehr vergrößert. Danun diese Füße sammt dem Rüßel und den Fühlhörnern soklein bleiben, daß man sie ohne genaue Ansicht kaum ge-wahr nimmt, so hat vermuthlich dieser Umstand in Europaeine lange Reihe Jahre hindurch den Glauben veranlaßtund bekräftigt als ob diese Insekten Pflanzenkörner oderSaamen waren *).
Die Cochenille nährt sich fast ausschließend von eint«gen Arten des Cactus oder der indischen Feige (welche bis-weilen auch stachlichte Birne genannt wird); einer GattungPflanzen, von welcher 28 verschiedene Arten beschriebenworden sind, die alle ursprünglich nur in Amerika gefunden
*) Caneparius ward auf diese Art getauscht. Man hatteihm gesagr, daß die Cochenille au« Infekten bestände, welcheauf den Pflanzen de« Cactus mit Hülfe von Zange» gesam-melt und geröstet würden; er sah dieß aber als ein Mahrchenan und versicherte, daß die Cochenille, welche er Habasiniigrana nennt, ihre ursprüngliche Gestalt wieder erlange,wenn man sie in heißes Wasser taucht «nd daß diese Gestaltdurchaus uichrs thierisches, sondern offenbar die Form eine«Saamenkorns irgend einer Frucht an sich itrage: iVo-- est
ullius animalunculi, at seminis sive grani fructus figuram re*fert. Quare haec grana sunt ficus Indicae rubra et splenedida ut sanguis. ” Er hatte nemlich gehört, daß die Fruchtdes Cacti« tunae, oder die Indische Feige, roth sei und de»Urin derjenigen, die davon essen, blutroch färbe, und zog nundaraus beherzt den Schluß, daß die Cochenille die Saamen-körncr der Tun« selbst wäre, und zur Hervorbringung einerCarmesinfarbe von den Färbern gebraucht würde; — „pro
colore, carbisino vulgo chremise conficiende tinctorifcus com-modo.” Siel) Caneparius , D* Atramentis etc. Dencdi»ILIJ. S. an f.