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wurden. Sie sind von verschiedener Gestalt und bringenFrüchte, welche, wenn sie reif sind, verschiedene Farbenhaben, je nachdem sie von der einen oder andern Art her.vorgebracht wurden; nemlich Gelb, Roth, Carmesin, Pur.pur, Veilchenfarb, Grün u. s. w. Unter ihnen enthaltenvorzüglich die rothen oder carmesinfarben Früchte einenschleimigten Saft, welcher die Farbe der Frucht in einemhohen Grade dem Urin derjenigen mittheilt, welche sie essen.Diejenige Art, auf welcher die Hauscochenille gewöhnlichfortgepflanzt wird, heißt bei Linne Cactus cochenilliferoder coccinilifer. Doch in ihrem natürlichen oder wildenZustande leben diese Insekten auch noch auf einigen andernArten vorzüglich auf der Cactus tuna, der Cactus opuntia undder Cactus peresxia, welche Gattungen alle samt dem Cactuscochinillifer- zu jener Abtheilung des Cactus gehören, wel«che Linne mit dem Namen opuntiae compressas, articu-lis proliberis (gemeiner platter Cactus mit befruchteten Ge.lenken) bezeichnet. Der Cactus cocliinilliker, den die Spa-nier in Mexiko Nopal nennen, ist jedoch der einzige, denman eigens zum Füttern und Züchten dieser Insekten baut,vorzüglich weil er ohne jene Stacheln oder Dornen ist, wo-mit die meisten andern Artern besetzt sind IIff ).
iis) Raynal ertheilt uns iit seiner „ Geschichte der Europäer iubeiden Indien" über die Zuckt der Nopalpflanze und der Co-chenille folgende interessante Nachrichten:
„Die Staude, welche unter dem Namen Nopal-Opun-tia oder indianische Felge bekannt ist, wird ungefähr sechsFuß und mehr hock. Ihr Stengel ist steischigt, breit, platt,wollig, ein wenig rauh und mit Stackelbüscheln besetzt, dieauf der Oberfläche ganz gleich vertheilt sind. Sie treibt vonallen Seiten viele Aeste, und wird immer schmaler, so wieauch die Aeste auf jeder Abtheilung, welche die Gestalt eiför-miger, dicker und stachlichter Blattter haben. Diese Pflanze