Band 
Erster Band.
Seite
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(welches schon eine geraume Zeit vorher der Fall gewesenseyn mag). Von der Schönheit dieser Farbe entzückt, er-statteten sie dem spanischen Ministerium Bericht darüber,welches, wie Herrara uns berichtet, im Jahr 152z demCortez Befehl ertheilte, Maasregeln zur Vervielfältigungdieses höchst schatzenswerlhen Erzeugnisses zu treffen *).

eine grauliche mit Purpur geäderte Farbe annehmen, dahersie Ja»peaik genannt werden. Endlich ist die unvollkommenst«Art diejenige, welche die Eingebchrnen am gewöhnlichstenbrauchen, indem sie solche auf Platte» mit ihren Maiskuchenlegen; da verbrennen sie aber oft. Man heißt sie auch dl-Zr,.

Die Einsammluiig fallt auf eiuem trocknen Boden, aufdem der Nopal gerne wachst, reichhaltiger aus, als auf einemnatürlich fruchtbaren Boden. Das Insekt leidet weniger Un-fälle in gemäsigten Gegenden als in denen, wo die Kalte undWarme starker gefühlt wird.

Hermbstadt in seinem Grundriß der Farbekunst sagt:Um die Cochenille ru erndten, werden drei Sammlungen ver-anstaltet. Zuerst werden die todten Mütter gesammelt. Nacheinem Zeiträume von 3 bis 4 Monaren werden die erwachte«nen jnngen Infekten, mit Jurücklassung der noch Kleinen ge-sammelt, und abermals nach 3 bis 4 Monaten wird der Restgroß und klein untereinander geerndtet, und nur so viele le-bende Tbierchen übrig gelassen, als zur Aufbewahrung imWinter für die künftige Zucht erforderlich sind. Man hat be-rechnet, daß auf ein Pfund Cochenille, wie dieselbe im Han-del angetroffen wird, 70,0«-Insekten gehen.

*) Herrara bedient sich nicht des Namens Cochenille, sonderndes Wortes Grana (Saameus), wie seitdem auch andereSpanische Schriftsteller gethan; und er erzählt (Decade in.'s. 3), daß der katholische König von dem Ueberstuße dieserG.-ana in jenem Theile in Amerika belehrt, und ihm vorge-schlagen wurde, mit denselben einen Theil der nach SpanienSpenden Abgaben bezahlen zu laffeu; vermuthlich sah mansie damals für eine Art Kermes an. Ich war nicht im Stau-