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nes Landes zum Bemalen ihrer Wohnhäuser, Putzgeratheu. s. w. und zum Farben ihrer Baumwolle angewendet
welche man zwölf oder fünfzehn Mutterinsekten, die nahe amEierlegen sind, stekt. Die hervorkommenden Jungen hangensich an die Pflanzen und kommen zu ihrer größten Vollkom-mcnheit in zwei Monaten, in welchen auch die Dauer ihrerLebens besteht. Man sammelt sie sodann ein, und dieß ge-schiebt alle zwei Monate vvm Weinmonat an bis in den Mai.Die Einsammlung kann weniger »ortheilhaft werde», wen»eine Vermischung mit Cochenille von geringerm Werth vor-handen ist, oder wenn zu viele Männchen da find, die mannicht achtet, weil sie kleiner sind, und vor der Zeit herun-terfallen. Diese Tinsammlung muß einige Tage vorher ge-schehen, ehe sie ihre Eier legen, sowohl um den Verlust derEier zu verhüten, die reich an Pigment sind, als auch umdie Jungen zu verhindern sich auf eine schon ausgezogenePflanze zu verbreiten, die einige Monate Erhohlung nöthighat. Man macht die Cochenille nach und nach mit einemMesser los, indem man von unten auf anfangt, und laßt siein einen untergesetzten Kessel fallen, dessen scharfer Rand ge-nau an die Pflanze anschließt, die man hernach mit dem »em-lichen Messer und einem Luch säubert. Unmittelbar nach derRegenzeit schneidet man, um der gänzlichen Zerstörung derCochenille, die leicht durch die ungestüme Witterung verur-sacht werden könnte, zuvorzukommen, die Zweige des nochmit jungen Thierchens besetzten Nepals ab. Man schließt siein den Wohnungen ein, wo die Blatter frisch bleiben. Dawachsen die Cochenillethierchen wahrend der schlechten Jah-reszeit. Sobald dieses vorbei ist, setzt man sie auf frischePflanzen im Freien.
Kaum sind die Cochenille-Insekten gelesen worden, sotaucht man sie in heißes Wasser, um sie zu tödten. Es giebtverschiedene Arten sie zu trocknen. Die beste ist, daß man sieverschiedene Tage lang in die Sonne setzt, wo sie eine braun-rothe Farbe annehmen, daher sie die Spanier Renegrida nen-nen. Nach der zweiten Art legt man sie in Lesen, wo sie