Band 
Erster Band.
Seite
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man alle jenen einsammeln muß/ die man nicht zum Behufeder Zucht aufbewahren will. Das Einsammeln geschieht/indem man mit der stumpfen Seite eines Messers zwischendie untere Flache eines NopalzweigeS und die Infekten-Klümpchen, die daran kleben/ fahrt, und dadurch leztereauf Tücher fallen macht, welche vorläufig auf dem Bodenausgebreitet wurden/ um sie aufzufangen. Ist auf dieseArt eine hinreichende Menge Insekten gesammelt worden/so werden sie in ein leinenes Söckchen gebunden, in sieden-des Wasser getaucht/ und darin so lange gelassen, als manfür nothwendig halt, um sie zu tödten; aber nicht langer,damit daö Wasser nicht von ihrer Farbe etwas ausziehe.Ist dieß geschehen, so werden sie vollständig getrocknet, in-dem man sie an den Sonnenstrahlen ausbreitet/ wodurchsie gewöhnlich so sehr zusammenschrumpfen/ daß sie zweiDrittel ihres vorigen Gewichtes verlieren. Diese Art dieCochenille zu trocknen, wurde als die beste befunden/ undist nun gegenwärtig allgemein im Gebrauche, obgleich vor-mals andere Mittel zu diesem Zwecke angewendet wurden,als Oefen, stäche erhizte Backsteine u. dgl.

Herr Thiery de Menonville beschreibt das Männ-chen der feinen oder zahmen Cochenille als vollkommen demwilden ähnlich mit der einzigen Ausnahme/ daß es nichtso groß ist; auch zwischen den Weibchen der beiden ArtenCochenille scheint kein großer Unterschied zu bestehen; daszahme Weibchen ist statt jener flaumichten Bedeckung, wo-durch das wilde in den Stand gesetzt wird die Einflüsse derrauhen Witterung zu ertragen/ blos mit einem feinen weißenmehlartigen Staub bedeckt/ welcher dasselbe in gewissemGrade gegen Kalke und Regen zu schützen dient, doch nichthinreicht, es fähig zu machen, im Freien wahrend der Re-genzeit, die zweimal des JahrS eintritt, auszuhalten, wiedie wilden Insekten thun. Wenn die Regenzeit herannaht,