Die achte ursprüngliche grana sylvestra scheint vonder Zusammensetzung, die gegenwärtig unter diesem Namen
hier
Speichel schnell und schon purpurroth färben, etwas bitterlich«dstringirend schmecken, auch einen kaum merklichen dumpfi-gen Geschmack haben. Die käufliche spanische Cochenille istunverfälschter als die englische. Verfälscht wird die achtemexikanische Cochenille zuweilen im Handel angetroffen: ») mitder Wald-Cochenille; b) mit bräunlicher Cochenille; c) mitNegra oder Negrilla; 6 ) mit havarirter Cochenille; «) mitmarinirter Cochenille; l) mit polnischer oder deutscher Coche-nille ; g) mit Staub oder dem Abfall von der gesiebten feinenCochenille, mit Moos, Opuntia -Blättern, Stiele» u. s. w.Das allergefährlichste Verfälschungsmittel ist die Sylvcstre-substanz. Diese Substani, welche ein Kunstprodukt aus Thon,Fernambukdekvkt und Gummitragant ist, besteht aus kleinenrundlichten Körnern von einer mattvioleten Farbe. Sie knir-schen zwischen den Zähnen und färben den Speichel nicht au-genblicklich , sondern nur allmählig, auch lassen sie nach demAusglühen eine weiße Erde zurück. Die Cochenille erhält sichan einem trocknen Orte Jahrhunderte lang, ohne zu verder-ben. Hellot sagt, daß er mit igojähriger Cochenille eben sogut als mit frischer gefärbt habe. Zur Prüfung des Gehaltesan Pigment der Cochenille bedient man sich am besten dervxydirten Salzsäure. Man zerkleinert 20 Gran einer ächte»mexikanischen Cochenille zum feinsten Pulver, und übergießtdieses so lange mit flüssiger oxydirter Salzsäure, bis die ro-the Farbe verschwunden ist. Auf diese Weise behandelt mandie übrigen zu untersuchenden Sorten, indem man zu einemgleichen Gewicht Cochenille so lange oxydirte Salzsäure hin-zugiebt, bis die rothe Farbe verschwunden ist. Aus dem Be-trage der verbrauchten Salzsäure wird nun die Güte der Co-chenille bestimmt. Man nehme an, daß 20 Gran ächte feineCochenille % Loth oxydirre Salzsäure zur Zerstörung ihrerFarbe erforderten, 20 Gran einer andern Sorte aber nur6 Loth jener Saure, so wird die leite Waare um 2; Prozent