ger Ungleichheit aufnehmen mäße, wovon der Grund inder Verschiedenheit ruht, welche nicht nur zwischen der
Wo^e
scs abgeschäumet worden, ? 1/2 Pfund gemahlene Cochenille,3/4 Pfund Cnrkumc, nebst 6 Pfund weißer Starke, welchevorher mit kaltem Wasser gut angerührt worden, hiuzuge-bracht; worauf mau noch 10 Pfund Pott, (Zinnkomposizion)hmzuschüttek. Man läßt nun die Flüssigkeit zum Sieden her-ankommen, seht alsdann noch 8 Loth Alaun, 16 Loth Wein-stein, nebst einer Wetze Waitzenkleien hinzu, worauf dann daSangefottcue Tuch sieben bis acht Mal in der Flotte durchge-hafpclt wird. Auf diese Weise behandelt wird zu Lupen dasGobelin-Rvch gefärbt.
Hölterhoss (s. dessen vollständiges praktisches Handbuchder Farbekunst rc. Erster Band i 8 oz S. 190), welcher denScharlach unter dem Namen Leibfarbe aufführt, weicht inder Dcrfahrungsart von den «orhcrbefchriebenen Methodcirwieder bedeutend ab. Um die Zinnkomposizion zu verfertigen(die Hölterhoss bei der Anwendung blos unter dem NamenSebeidewasscr aufführt) setzt derselbe auf $ Pfund Scheide-wasser 4 Loth Salmiak ( oder an dessen Stelle eine HandvollÄücheusalz) und 16 Loth geraspeltes englisches Zinn. DieAuflösung wird in einer init Papier verstopften Glas-Bou-teüic verrichtet. Geht die Auflösung zu heftig vor sich, soloird der Flüssigkeit r Pfund Wasser zugesetzt, und nun aber-luals 16 Loth Zinu hinzugebracht, in welchem Zustande dasGanze 12 Stunden lang stehen bleibt, »ach derer Verlauf dieAuflösung erfolgt, die sich als ein hellgelbes Fluidum darstellt.Zum Ansnd nimmt Hölterhvss auf Pfund Tuch ; PfundWeinstein, 2 1/3 Pfund Fisetholz nebst r Pfund Zittukomposirzion. Das Ausicden geschiehet mit 30 bis 40 Eimern Wassereine Viertelstunde lang. Zum Ausfärben wird der Kesselaufs Neu: mir Flußwasser gefüllt; wenn solches so heiß ist,daß man noch die Hand darin leiden kann, 11/2 Pfund ge-mahlene Cochenille nebst 7 Pfnnb Zinnkomposizion zugesetzt,baun aber ins Kochen gebracht, worauf das angefottene Tuch