Wolle von verschiedenen Schaafen, sondern auch zwischender von verschiedenen Körpertheilen eines und desselbenSchaafes, wie S. 123 bemerkt worden, besteht. Es wirddaher immer am sichersten seyn, ein vorläufiges Siedenanzuwenden/ wie man es gewöhnlich veranstaltet, um dieWirkungen jener Ungleichheiten zu überwältigen und einehinreichende Menge Beiße oder Basis in die Poren selbstjener Wollsortcn hineinzujwingen, welche am wenigsten ge.eignet sind, sie aufzunehmen. Dieses Sieden kann jedochbis auf eine Stunde verkürzt werden, wenn man esin einer von den Färbern sogenannten gewürzten Flottevornimmt, worunter ich das Bad oder die Vorbereitungs«flüssigkeit verstehe, welche, nachdem sie bereits zu demselbenZwecke gedient hat, wieder mit einer frischen Porzion Beißenach dem gewöhnlichen Verfahren angesüßt und dadurchwirksamer als die erste gemacht wird.
Ich habe «berdieß oft sehr schöne Scharlach gefärbtindem ich das Tuch mit der g a n z e n Menge Zinnauflösung undWeinstein auf einmal (wie dieß beim Alaun und Weinsteingewöhnlich geschieht) zubereitete oder sott, und es sodannunausgewaschen mit der ganzen Menge Cochenille blos inreinem Wasser färbte. Ich fand, daß auf diese Art dieFärbetheilchen von dem Tuche so vollständig aufgenommenwurden, daß die Flüssigkeit klar wie das reinste Wasser unddie Farbe im Allgemeinen sehr vollkommen ward.
so lange darin bearbeitet wird, bis die Flotte ihre Farbe »er«leren hat. Für eine feinere Nuance des Scharlachs nimmtHölterhvff zum Ansud aus 30 Pfund Tuch, ? isr Pfund Wen,stcinkristall, ; Pfund Fisetholz und 4 ifr Pfund Jiniikomposi,rivn, nebst 40 Eimer Wasser, worin das Tuch 15 Minutenlang gesotten wird; worauf das Ausfärben mit 2 Pfund Cv,chcnille und 4 Pfund Aimifoniposiiion verrichtet wird.