Band 
Erster Band.
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Nach Aufführung der Wirkungen, welche die Zinn-oxyde in ihren verschiedenen Zustanden und Verbindungenaußer», wenn sie mit Cochenille auf Schaafwolle aufgetra.gen werden, halte ich es für nützlich, noch einige wenigeBemerkungen über jene besonderen Zinnaufiöfuugen, diesehr häufig als Beitzen zum Färben gebraucht werden, undüber die Mittel anzuführen, mit welchen sie auf das Vor-theilhafteste erhalten und angewendet werden können.

Es ist wohl unnöthig zu erinnern, daß zu allen die-sen Auflösungen immer das reinste Zinn ausgewählt wer.den soll. Unter diesem behauptet das von Malacca den er.sten Rang; hierauf kommt das von Banca, und nach die.sem das Zinn von Mexico. In Hinsicht der Zinnmienenvon Europa liefern jene von Kornwallis Zinn von dergrößten Reinheit; nach ihnen räumt man dem BöhmischenZinn den Vorzug vor dem Sächsischen ein.

Die gewöhnlichsten Zinnverfälschungcn werden durchBeimischungen von Arsenik, Blei, Kupfer und Eisen be,wirkt. Erstere Beimischung macht das Zinn weißer undgebrechlicher; die zweite giebt ihm graue Schattirungen,welche inimer dunkler werden, wenn von den beiden lei-ten eine starke Porzion beigemischt ist. Die Mittel, diese

vxyd nicht zu einem neutralen Salze, und es ist hier di«freie Schwefelsaure, welche die Cochenille so stark ins GelbeVlsponirt. Möglichst vollkommen neutrales schwefelsauresZum, so wie es die chemische Fabrik des Dr. Dingler lie-fert, erzeugt mit der Cochenille das intensiveste und lüsternsteCarmesin, und mit etwas Gilbe gemengt, das brillantesteScharlach. Bei allen Zinnauflösungen, womit der Herr Ver-fasser die Versuche machte, welche mit der Cochenille eineLachssarbe, ein Aurora, oder selbst auch ein intensives Schavlach gaben, war es die meyr »der mindere Menge freierSaure, welche diese Wirkung hervorbrachte.

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