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ich annehmen, daß der Doktor andere und bessere Ansprücheauf eine Nazionaibelohnung hatte, obgleich man sie ausbesondern Gründen nicht zur Kenntniß des Publikumsbrachte.
Dr. Werkenhvut's Verfahren, welches in der Thatmehr geeignet ist ein Carmesin als ein Scharlach hervor-zubringen, es sei denn, daß man einige gelbe Farbe bei.setze (wovon er aber keine Erwähnung macht), liefert ei.nen Scharlach, der nicht nur sehr flüchtiger Natur-, son-dern zugleich geneigt ist, das Gewebe der damit gefärbtenBaumwolle oder Leinen zu beschädigen, weil das salpeter.saure Zinnoxyd, welches als Basis aufgetragen wird, be-ständig Sauerstoff aus der Atmosphäre aufnimmt und atzendwird, und zwar um so mehr, als im gegenwärtigen Falledieser Wirkung durch Waschen mit Seife nicht entgegen-gearbeitet werden kann.
Herr Henry sagt: „Könnte man Scharlach ohn«Anwendung der salpeterigten Saure färben, so möchte dieZinnbasis zu diesem Zwecke auf die Baumwolle angewen-det werden; doch da die salpeterigte Saure zurErzeugung jener schönen Farbe nothwendig ist,aber zugleich auch höchst atzend auf die Farben wirkt, sokann jene Basis auf die Baumwolle nicht angewendet wer«den." — Hier scheint auch dieser scharfsinnige Chemiker inden Irrthum verfallen zu seyn, dem zufolge man allgemeinglaubte, daß nichts als eine mit Salpetersäure oder salpe-rerigter Saure bereitete Zinnauflösung eine Scharlachfarbemit Cochenille färben könne.
schwachen würde. Die Zuthaten und Verhältnisse sind die-selben, wenn man die Auflösung mir Scheidewaffcr bereitenwill; jedoch vertragt lcjteres nicht wohl ein Wasser, wennman anders die Absicht hat, eine vollkommene Auflvsunz zubewirken."