Band 
Erster Band.
Seite
708
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Ein starker Absud von Cochenille, der mit Gummi ver-dicket, mit einer gehörigen Porzion salpetersauren Alaun-erde vermischt, und mit dem Pinsel als eine prosubstankive \Farbe auf Baumwolle aufgetragen wurde, lieferte eine sehrvolle schöne Farbe zwischen Scharlach und Carmesin, welcheeiniges Waschen und den Einfluß des Wetters in einem be,trachilichen Grade aushielt. Verschiedene Zinnauflösungen,welche sowohl statt der salpetersauren Alaunerde, als auch >

in Verbindung mit derselben angewendet wurden, erzeugten *

sehr schöne Rosafarben, die sich mehr oder weniger demScharlach näherten, und welche wirklich Scharlach wurden, \

wenn man eine kleine Porzion Querzttronrinde hinzusetzte. !

Man konnte sie zwar nicht als feste Farben betrachten, doch ,

hatten sie den Vortheil, sehr schön und weniger flüchtig alsso manche von jenen zu seyn, welche die Calikodrucker unter jder Benennung von chemischen Farben nur zu häufig an-wenden * 4 *).

günstiger Färbe-Resultate, wenn solche mit dem Pigmenteder Cochenille auf den Baumwolizeugen erzielt werden sollen,bemerken, daß man sich der mit Saure möglichst neutral ver-bundenen erdigen und metallischen Basen zu bedienen habe,und solchen, wenn sie mit Gummi, Stärke, gebrannterStarke, oder einem andern schicklichen Verdickungsmittcl indruckiörmlgeü Zustand verseht worden sind, noch, wie schonerwähnt worden, eine verhaltnißmasige Luaiitrtat Baumöl«uf das allersoogfaltigste beimenge. Durch diesen Zusatz wirdbei dem darauf folgendin Auswaschen im Wasser die Tren-nung eine« Theile« des Lösungsmittels der Basis (der Saure)begünstiget, das Oel in einem orydirten Zustande mit derBasis verbunden, und beide auf dem Gewebe zurückgehalten,wodurch die Verwandtschaft als Anziehung, Fällung und. Sät-tigung mir dem Pigmente zu einem homogenen Ganzen beför-dert, undFarben von vorzüglicherJntension gewonnen werden.

*4$) Fast jede erdige oder metallische Basis ist zur Bildung Ler