Ich hatte gerade damals ein Stück Tuch zur Für,bung mkt Cochenille »Scharlach zubereitet, nämlich das,selbe (nach einem neuen im vorhergehenden Kapitel er,klärten Grundsätze) mit einer salzsauren Zinnauflö,sung und einer Portion gelber Farbe von der Quer,citron, Rinde getränkt; ich wollte nun sehen, ob dieserostindische Färbestoff, auf das so getränkte und gelbgemachte Tuch befestiget, fähig wäre, ein Scharlach,wie der natürliche Cochenille, Carmestn und mit densel,den Mitteln, zu geben. Aber als ich Las besagte Tuchmit diesem ostindischen Färbestoff in Wasser sott, fandich denselben in diesem Auflösungs, Mittel ganz unauf,- löslich. Nachdem ich jedoch das Tuck herausgenommenund ein wenig Pflanzen-Kali zur Brühe hinzugesetzthatte, nahm das Wasser auf der Stelle eine schöneCarmestnfarbe an, indem das Kalk, wie ich nachherentdeckte, den Farbestoff von dem Alaune trennte, wel,cher in Indien zu seiner Niederschlagung gebrauchtworden und mit dem er zu innig vereinigt war, umdurch Wasser allein davon getrennt zu werden. Nach,dem ich auf diese Art eine Auflösung des genanntenFärbestoffes erhalten hatte, goß ich die klare Carmesin,flüßigkeit ab und that ein wenig salzsaures Zinn hinzu,hauptsächlich um das Kali zu neutralisiren, und denAlaun, welcher etwa durch dasselbe aufgelöst wordenseyn mochte, niederzuschlagen. Sodann färbte ich dasoben erwähnte Stück Tuch, welches ein gutes Schar,lach annahm, und wirklich ein besseres, als ich mitdem, in seinem natürlichen Zustande zu uns gebrachtenLac zu liefern im Stande gewesen wäre; ob ich gleichdurch manche Umstände und nachher gemachte Versuchezur vollen Ueberzeugung gelangte, daß der Färbestoff,der dieß bewirkte, wirklich nichts anderes war, als der
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