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Zweiter Band.
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Färbesioff des Lac, den man entweder frisch, oder,nachdem er getrocknet war, durch besondere Mittel aus«gezogen und nachher entweder ganz oder zum Theildurch Alaun niedergeschlagen hatte.

Vor einigen Jahren haben einige Personen in Eng-land eine Fabrik errichtet, um den Farbestoff aus ge,trocknetcm Slok - Lac auszuziehen; aber sie muß ihrenErwartungen nicht entsprochen haben, weil sie, wie ichglaube, nicht mehr besteht. Ein ziemlich guter Auszugans dieser Farbewaare kann durch bloßes Kochen inWasser gemacht werden; man seihet sodann die gefärb-te Brühe ab und läßt sie bis zur festen Dichtigkeit ver-, dünsten. Die schöne rothe in den Zellen des Lac entihaitene Flüßigkeit ist, wie einige Schriftsteller ver-sichern, süßlicht von Geschmack und leicht mit Wasservcrmischbar. Die Eingcbohrnen von Assam gebrauchensie häufig als Farbe.

Die mit Scvkiac erzeugten Farben kommen den mitCochenille gefärbten sehr nahe. Sie find freilich nichtganz so lebhaft und schon, aber dieser Mangel wird ei-nigermassen durch ihre größere Dauerhaftigkeit ersetzt;besonders auf Baumwolle, worauf ich sie zu Tafel-druckfarben (topically), mit verschiedenen Basen ziem-lich glücklich anwendete. Man hat bisweilen eine Mi-schung von Lacfärbestoff mit dem der Cochenille zumSchariachfärben u. s. w. genommen. Beide erforderndieselbe Basis und beinahe dieselbe Behandlung. Jetztaber wird fast alles nach Europa gebrachte Stoklac nachPortugal, in die Barbarey u. s. w. verschickt, und zumFärben der Ziegenhante gebraucht, woraus man rothenSafian oder das sogenannte Marokan - Leder bereitet.In Folge dieser Bemerkungen (die 1794 zuerst bekanntgemacht wurden) unternahm nachmals Herr Ste,