Band 
Zweiter Band.
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jener Oxyde einzulangen, als sie es bekanntlich find,wenn sie das Scharlach mittelst derselben von der Cv<chenille erhalten sollen. 6 )

6) Auch hierin sind wir dem Ziele näher gerückt. Bei dendeshalb in Berlin angestellten Versuchen wurde dieBaumwolle, wie in der Türkischrothfärderei, erst in derOchlbeitze behandelt, dann ihr die Grundlage mit eßigsau-rcr Thonerde oder gereinigtem Weinstein und salzsauremKinn gegeben, und hierauf mit Lac-dye gefärbt. Durchdiese Versuche kam man auf die Mittel, auch auf Baum-wolle vom Lac-dne Anwendung zu machen. Der HerrGeh. Rath Hcrmbstädt ließ nun das Baumwollengarn zu-erst in aufgelösten Tischlerleim legen, um durch die Ein-wirkung des Stückstoffs gewissermaßen das Animalisirenderselben zu bewirken; sodann die Grundlage mit salzsan,rem Zinn geben; hierauf iu dem aufgelösten Lac - dyeausfärben, und erhielt so befriedigende Nesuitate. Siewurden verbessert durch zweimalige Behandlung der Baum-wolle mit aufgelöstem Tischlerleim uud salzsaurem Zinn,durch Anwendung der Chavtal'schen Wollseife (einer Auf-lösung von Wolle, Scheerwclle in ätzender Kalilauge), undam schönsten dargestellt durch zweimalige Bchandlnng desKattuns mit Eyerweiß statt des Tischlerleims, weiches,wenn Quantitäten zur Anwendung im Großen anzuschaffenwaren, durch die wässerige Lymphe des gewonnenenRindsblutes wohl am billigsten sich ersetzen ließe. Dieauf diesem Wege erhaltene Farbe war dem schönsten Tür-kischroth gleich; nur widerstand sie der Einwirkung vonAlkalien nicht, so wie überhaupt die Farbe der Cochenilleauf Baumwolle noch nicht ganz ächt dargestellt worden ist,und bei der Art uud Weise < wie mit dem Lac - dye derKattun gefärbt wurde, die erhaltene Farbe von noch ge-ringerer Haltbarkeit seyn mußte.

Dinglcr fand, daß die mit öhliger Seifensiüßigkeithinlänglich getränkte Baumwolle, die hernach mit einer