feste entdeckt, und zwar fast in demselben Verhältnisse;nehmlich eines Achtels oder Zehntels zum Ganzen.Doch kann dieser Theil beim Lac, Insekte nicht, wie beider Cochenille, durch Alkalien ausgezogen werden, weildiese auch einen Theil des Harzes mit ausziehen wür,den; er laßt sich aber schnell durch Schwefelsäure auf«lösen, die man auf die oben, Seite 47 fg., angegebeneArt anwendet, und hernach neutralisirt. Eine nachmaligeVerdünsiung ist aber hier nicht nothwendig wie bei derdaselbst angeführten Zubereitung. Ist endlich auch die«fer Theil der Farbe ausgezogen, so kann der Ueberrestnoch immer für jene Personen von Werth seyn, die ihnschmelzen und auspressen wollen, um eine Art Schelllacdavon zu erhalten.
Zu dem, was ich über die zur Farbe des Lac, In,fettes tauglichsten Beitzen gesagt habe, muß ich noch dieallgemeine Bemerkung hinzufügen, daß verschiedeneZinnoxyde und Zinnverbindungen mit jener Farbe Wir«kungen hervorbringen, die denen fast gleich kommen,welche sie mit Cochenille erzeugen, und die ich im vor,hergehenden Kapitel weitläufig beschrieben habe; nurtritt der Unterschied ein, daß das Lac die Wirkung derSäuren besser verträgt, als die Cochenille, und daß, umdie glänzendsten und besten Farben vom Lac zu erhal,ten, man die Beitzen oder sauren Zinnauflösungen et«was reichlicher anwenden muß, als bet der Cochenille.Wäre diese Thatsache hinlänglich bekannt gewesen undbeachtet worden, so würde man nicht so lange Klagenüber den Mangel des Erstern an Lebhaftigkeit undGlanz gehört haben. Da die Zinn-Oxyde wenig odergar keine Anziehung für die Fasern des Leinen oderder Baumwolle äußern, so sind letztere eben so unfähig,ei» dauerhaftes Scharlach aus der Lacfarb« mit Hülfe