Gelegenheit und Fähigkeit ha^en, durch Sachgemäßeund entscheidende Versuche den gegenseitigen Werth der
Kennern, dem auf gleiche Art mit Cochenille gefärbtenScharlach sowohl im Lüster als in Intensität vorgezogenworden. Ein neues Stück Tuch in denselben Bädern mitZusatz von frischen Materialien, jedoch mit Verminderungvon zehn Prozent Lac-Dye behandelt, lieferte ein Schar-lach vom höchsten Lüster, das mit Mustern aus den bestenFärbereien jeden Vergleich aushielt.
Nach der Untersuchung, welche der Professor Dr. Johnmit dem Lac- Dye und Lac - Lake unternahm, ergab sich,als Resultat, daß
1) das Lac - Dye, neben beiläufig 50 Prozent Pig-ment , 2z Prozent Harz, 22 Prozent feste Theile, dieaus Thonerde, eisenhaltiger Thonerde, Gyps, kohlen-saurem Kalk und Sand bestehen, enthält, und dasPigment lockerer an die Thonerde gebunden hält, als
2) das Lac-Lake, weiches neben auch etwa 50 Pro-zent Pigment, 40 Prozent Harz, dagegen aber nur »Prozent erdige Theile enthält, worunter jedoch ebenso viel Thonerde, aber kein Kalk befindlich ist.
Fast um dieselbe Zeit, als wir auf dem Kontinentemit dem Lac-Dye und Lac-Lake bekannt wurden, hattendie Gebrüder Ofenheimer in Wien für ein Färbematerial,das sie Ofenheimerroth nennen, als selbst erfunden ange-ben, und als gänzliches Ersatzmittel der Cochenille empfeh-len , ein Privilegium exclusivum für die österreichischenStaaten erhalten. Dieses Pigment ist nach der chemischenAnalyse des Doctor John ebenfalls das Pigment aus demLac-Lake, und hat ungefähr dieselben Bestandtheile; istaber mit Alkohol grvßtentheils von seinem Harze befreit.Nach den Versuchen von Hermbstadt, Streccius, Heimbschund Dingler kann aber mit dem Lac-Dye ein eben st
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