Band 
Zweiter Band.
Seite
81
JPEG-Download
 

ward nun in den Färbekessel mit heißem Wasser gethan,und die Zeuge, nachdem sie vorher mit der Eisenbeitzegetränkt worden, darin gefärbt. Sie bekamen Anfangs«ine grüne, nachmals aber eine sehr schöne blaue Farbe.Da aber auch sie ungleich sich ansetzte, so wurde Herrnd'Apligniy's Verfahren, so viel ich weiß, nie sehr inAusübung gebracht.

Im i3. Band der Annales cle Chimie giebt HerrVertholler Nachricht von gewissen Ideen, die sichihm über die Mängel aller zum Färben mit Berliner,blau angewendeten Mittel aufgedrungen, und über ver,schieden« Versuche, die auf sein Verlangen Herr Wid,mer von der berühmten Kattundruckerei in Jouy ange,stellt hat, um diesen Mängeln abzuhelfen. Man fanddurch diese Versuche, dass baumwollene Stücke, diemit essigsaurem Eisen oder Eisenflüssigkeit gekrankt wvr»den waren, trotz aller Vorsicht, diese Flüssigkeit gleich,förmig zu vertheilen, doch die Farbe des Berlinerblau(welches mit Pottasche aufgelöst und sodenn entwedermit Schwefelsaure oder Salzsäure vermischt wordenwar) so ungleich annahmen, daß keine Hoffnung ek,nes glücklichen Erfolgs auf diesem Wege übrig blieb.Herr Bert holtet nimmt als Ursache dieser Ungleich,heit der Farbe an: daß ein Theilchen Eisen für sechsTheilchen blausaurer Farbe hinreiche, und daß folglichdie unbedeutendste Verschiedenheit in der Vertheilungdieser Metall »Theilchen in der Beitze sehr merkbar wer,de, wenn nachmals das blausaure Kali hinzugesetztwürde.

Herr Widmer wunderte sich vorzüglich über diegrünen Farben, welche man mit Berlinerblau auf Mur