Band 
Zweiter Band.
Seite
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Kurz vorher hatte Herr §e Pileur d'Aplkgnyder Welt angekündigt, daß er Mittel entdeckt habe,ein Blau zu färben, welches alle andern blauen Farbenan Schönheit und Glanz eben so weit übertreffen sollete, als das Cochenille > Scharlach die gemeinen rothen -Farben übertrifft. Er hielt jedoch sein Verfahren ge» ;heim, bis das Anerbieten einer Prämie ihn verleitete, jes bekannt zu machen. Er begann damit, daß er die .zu färbenden Zeuge mit einer Eisen, Basis tränkte,welche er mittelst Verbrennung gleicher Theile alten Li,sens und Salpeters in einem Schmelztiegel zubereitete,wovon er das Zurückbleibende auswusch und in Wein, )essig und Kleienwaffer auflöste. 11 ) Wenn diese Auf,lösung hinlänglich verdünnt war, so wurde sie aus die jgewöhnliche Art als eine Beitze aus die Zeuge aufgetrargen, welche hernach wohl ausgewaschen und in einer £Zubereitung von Berlinerblau gefärbt wurden. Zu die, ’ser Zubereitung löste man zwei Pfund Berlinerblau (in Jdem feuchten Zustande seines ersten Riederschlages) ;;mit einem halben Pfund Pottasche in siedendem Wasserauf, und gab sodann drei Unzen gemeines Vitriolöhl 'oder eine gleich bedeutende Portion Salpetersäure hin, ,zu, um das Kali zu neutralisiren, ohne die Farbe nieder, 'zuschlagen. Eine hinreichende Menge dieser Zubereitung $

ward |

li) Diese Auflösung bildet eine Verbindung von essigsaurem |Eisen (Eisenbeitze der Kattundruckcr) und essigsaurem !.Kali. Die letztere Salzaustösung verhält sich beim Färben tmit den blausauren Verbindungen wirkungslos. Die essig» lsaure Eiscnaufivsung, nach dieser Methode bereitet, ent« -hält, wenn sie bald nach ihrer Bereitung verarbeitet wird, $das Eisen im Minimum der Orpdativn. ;