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Zweiter Band.
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Kali, da ich aber nach fünfzehn Minuten fand, daßes keine Farbe annahm, so gab ich in die Flüßigkeiteine kleine Portion einer Auflösung von Eisen mit Salze, säure

Als er eine Menge Seide mit so viel Eisenoryd »!«möglich verbunden hatte, tauchte er sie nach gehöriger Be-handlung in ein Bad von blausaurem Kali, mit etwasSalzsäure vermischt, und glaubte nun zuversichtlich, diereichste Farbe zu erhalten. Allein zu seinem großen Er-staunen mußte er wahrnehmen, daß die Seide grünlich,schwach und unhaltbar gefärbt war- Er suchte die Ursachein der zu geringen Menge' des angewendeten blausaure»Kali, sehte deßwegen, nachdem er die Seide wieder her-ausgenommen hatte, noch eine kleine Menge hinzu, undfärbte zum zweiten Male; aber wie stieg sein Erstaunen,als er sah, daß die Seide immer mehr entfärbt, statt ge-färbt wurde. Herr Raymond glaubte, daß die nber-schüßige Blausäure das Eiseuoryd auf der Waare lose; wo-mit wir keineswegs einverstanden sind.

Das Beleben der so gefärbten Seide geschah durchAmmonium (flüchtiges Laugensalz, milden Salmiakgeist),wovon 2 Pfund mit hundert Pfund Wasser vermengt, undin welche Flüßigkeit die gefärbte Seide getaucht wurde.

Auf die Anwendung des Ammoniums wurde HerrRaymond durch einen glücklichen Aufall geleitet; denndie Theorie lehrt gerade das Gegentheil, nehmlich: daßdie Kalten das mit Blausäure gefärbte Eisen entfärben,indem sie sich mit der Saure verbinden und das Eisenorydübrig lassen. Der Zufall war dieser: Herr Raymondwollte ein mit Berlinerblau nicht ganz angenehm gefärb-tes Garn wieder entfärben; er tauchte es deßwegen insiedendes Seifenwasser, dem er etwas kohlensaure Sodazugesetzt hatte; als er aber die Seide in diese Flüßigkeitgebracht hatte, erschien sie ausservrdentlich dunkel, fast

schwarz.