in der Farbe auf fenen Stellen, auf welche vorher dieAlaunbertze war aufgetragen worden. Ich nahm lasBaumwollenzeug aus dieser Flüßigkeit heraus, riß ein
Orydation erlangt , wie dies sich aus der dunkelnidßbnu-neu, ius Gelbliche fallenden, durch den Rostgrund augc-«omnienen Farbe, einer Folge der Eintauchung in heißeSeifenaufiösung, ergiebt.
Durch die Behandlung in Scisenausiösung wird dieSeide von dem schwefelsauren Eisen, das nach dem sorg-fältigsten Answaschen im Flußwasser ihr noch immer anile,den würde, gänzlich bcsrcit. Dieses schwefelsaure Eisenwäre der Seide immer mehr oder minder nachtheilig, weilsie davon angegriffen wird , und -vorzüglich, weil sie da-durch an Glanz und Reinheit verliert- Diesem Allemwird abgeholfen, wenn die Seide in einer sehr gesättigtenund sehr heißen Seifenanfiösung von dem anklebenden zer-störenden Eiseusalze befreit wird.
So erhält das Berlinerblau (oder jetzt, statt Maria-Louisenblau, Raymondsblau, wie man es in den französi-schen Fabriken nennt) wenigstens eben so viel Glanz, unddie Seide ist eben so sanft anzufühlen, und eben so leicht-abzuhaspeln, als es der Fall ist bei dem sogenannten Com-Pvsitivnsblau, welches durch die Auflösung des Jirdig i»Schwefelsäure bereitet wird- Raymonds - Blau ist nochschöner und haltbarer, ails das Compositionsblau.
Um die Seide im Seifenbads nach dem erhaltenenGrunde in schwefelsaurer Eiscnauflösuug nach der verbesser-ten Methode zu behandeln, nimmt man auf vier TheileSeide ein Theil weiße Seife, die in einer hinreichendenMenge Wasser aufgelöst wird. (Das Seifenwasser, wel-ches , um den Gummi aus der Seide auszuziehen, ge-braucht wurde, kaun zu diesem Gebrauche verwendet wer-den , nur muß man auf vier Theile Seide noch um eine»halben Theil mehr Seife nehmen, und d«S Dad sehr heißanwenden.) Ist die Seift vollkommen gelöst, und sieht