Band 
Zweiter Band.
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mehr fixirt worden sey. Ein anderes Stückchen >dessel/den Bauniwvllenzeuges ward in eine Auflösung vonkohlensaurem Ammoniak (mildem flüchtigen Kali) ge,taucht, und da diese Auflösung die Kraft hat, da-Berlinerblau zu zersetzen, so vermuthete ich, daß fle dieFarbe schwächen, wo nicht gänzlich beseitigen würde.Zu meinem Erstaunen aber fand ich, daß sie daSBlau, welches vorher fast blaß war, sehr erhöht, undihr das Ansehen des sogenannten Garterblau (Farbedes blauen Hosenbandes) gegeben hatte; eine Wirrkung, die vielleicht weniger überraschen wird, wenn wirerwägen, daß das flüchtige Kali ein thierisches Erzeug«niß wie die Blausäure ist, und daß beide, mit Ausnah/me des Kohlenstoffes in letzterer, aus denselben Te/siandtheilen bestehen.

Ein anderes Stückchen desselben Baumwollenzeugeswurde in Wasser gelegt, das mit einer Auflösung vonKupfer mit flüchtigem Kali leicht gefärbt war. So/

mosphärischen Luft ganz nach Wunsch ; und die Erfahrunglehrt, daß sie durch diese Methode, besonders wenn dieSeide, nach der Beize im schwefelsauren Eisen, in fastkochender Seifenaufiosnng behandelt wurde, eine Schön-heit und Haltbarkeit erlange, welche ihr das Ammoniumnie giebt.

Ich halte es für zweckmäßig, hier zu bemerken, daßeö eine Eigenheit dieser blauen Farbe auf Seide ist, sichin wenigstens 14 Tagen an der Luft zu verdunkeln undeinen Stich ins Rörhliche anzunehmen. Diese zwei Ver-änderungen werden nur nach dem Abhaspeln der Seideganz gleichförmig erscheinen; weil nehmlich die Seide danndie ganze Oberfläche ihrer Fäden der Einwirkung der Luftdarbietet; und so entwickelt sich die Farbe mit aller Pracht,deren sie fähig ist."