Als dieß Stückchen hernach mit Seife gewaschenwurde, bemerkte ich, daß die Farbe da, wo die Alaun,haltige Dritze war aufgetragen worden, noch viel festerfixirt war, als sie es durch irgend ein anderes Mitte!gewesen. Wirklich behielten, nach einem sehr starke»Waschen, welches die Farben sonst überall vollkommettwegnahm, die mit Alaunerde gebeitzten Stellen nochein volles starkes Blau, welches zwar durch Seife einwenig ins Veilchenblau verändert wurde, aber durchtüchtiges Auswasche» in klarem Wasser wieder zu seinereigenthümlichen Fülle und Farbe zurück kehrte, undselbst ein langes Aussetzen nn Wetter, und nachher einzwei, oder dreimaliges tüchtiges Waschen mit Seife,ohne eine große Verminderung seiner Farbe ertrug. *)
düng «« Ort und Stelle gemacht. Del Eröffnung der Ki»ste war der Fabrikant nicht wenig erstaunt, seine Waarevon oben bis unten durch die Stroblagen in ein schönesVeilchenblau umgeändert zu sehen, während die nicht be-rührten Stellen gewöhnlich blau waren. Er sah sich dahergenöthigt, die Waare zur Wiederherstellung der Farbe undApretur wieder in die Fabrik zurückzuschicken. Bei genaue,rec Untersuchung ergab es sich, daß der Packer Stroh ausdem Pferdestalle genommen, welches als Streu schon'ge»dient und jene Erscheinung durch das im Urin und bei*Ercrrmenten enthaltene Ammonium veranlaßt hatte.
*) Auf diesem und den andern Stücken wurde das Blau auf'den mit Alaunerde getränkten Stellen, nachdem es durchWaschen geschwächt worden war, beinahe so stark, alsvorher, wieder hergestellt, wenn man sie in Waffer tauch-te, welches mit Schwefelsäure nur so viel gesäuert wur-de, als nöthig war, um das beim Waschen aus der Seifeeingesogene Kali zu zersetze» und zu neutralisircn; .vielleicht