Der merkwürdigste und wahrscheinlich nützlichste Er,folg dieser verschiedenen Anwendungen war eine sehrvolle, blendend schöne lebhafte Farbe, von welcher ichmeinen Lesern durch Worte keinen vollkommenen Begriffgeben kann, weil ich mich nicht erinnere, je vorher ei,m solche Farbe gesehen zu haben, und auch keine Sxra,che, wie ich glaube, einen paffenden Nahmen dafürhat. Sie nähert sich noch am meisten der höchsten undglänzendsten Farbe neuen Kupfers; spielt jedoch mehrins Röthliche und ist von einer Art metallischem Schim,mer begleitet, der in meinen Augen ungrmein äuge,nehm war. Diese Farbe (welche ich rothes, blau,saures Kupfer nennen will, bis man ihr einen bes,fern Nahmen giebt,) wurdr durch die verschiedenenAuflösungen des Kupfer in Schwefel, Salpeter, Salz«und Essig, Säure, in jeder insbesondere, erzeugt, be<sonders aber schön durch die Auflösung des Kupfers inAmmoniak (flüchtigen) Kali) x7 ). Doch der merkwür«
l7) Das Knxferammvnium, vermittelst welchem Kurrer in derKattmidruckerei das sogenannte Metallgrün durch Arsenik-und Kalkbader darstellte, eignet sich ganz besonders hierzu.Derselbe, aufgemuntert durch die erste Ausgabe von Ban»ervfts Werk, machte den Versuch vor mehreren Jahren,und fand, daß das Kupferammonium mit den blausaurenVerbindungen für den örtlichen Kattundruck eine schönemetallische Kupftrfarbe lieferte, welche um so schöner undintensiver ausfiel, je schneller die mit Kupferammoniumgedruckte Zeuge durch die blausaure Verbindungen genom-men wurden. Durch zu langes Liegen wird die Berbin»düng zersetzt, das Ammonium wird frei und das Kupfer»vryd zieht Kohlensäure aus dem Dunstkreise an, und bleibtals kohlensaures Kupfer auf dem Zeuge zurück, welchesweder eine schöne noch dauerhafte Kupferfarbe mehr gebe»kann.