Band 
Zweiter Band.
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seyn , in welcher Virgil seine Eklogen schrieb; we<nigstens ist das Lutum, wovon er in der vierten (B.44. ) Erwähnung macht, ohne Zweifel die Resedaluteola, welche wild in Italien wuchs, wie nochheut zu Tag in verschiedenen Theilen von Europa. In«dessen ist es eigentlich die angebaute viel kleinere Pflan«ze, welche den meisten Farbestvff liefert. Es giebt ver«schieden« Spielarten dieser Pflanze 1L), mir kam eine

davon.

18) Wildenow führt dreizehn Gattungen an, wovon wirnachfolgende vier besonders ausziehen:

s) Der gemeine Wau (Reseda luteola), auchWaurcsede, Giibkraut, Kärbergras, Streichkraut, He-xenkraut u. s. w- genannt, ist nach Wildenow nur eineeinjährige Pflanze, während sie von andern Botaniker»für zweijährig gehalten worden. Sie kommt, außer densüdlichen Klimate» von Europa, auch im größten Theilevon Deutschland sehr gut fort, und wird in der Gegend.von Tübingen in Schwaben, besonders aber häufig inder Gegend von Halle unweit Leipzig gebaut, von woder gröste Theil der süddeutschen sächsischen und brandcn-burgischcn Färbereien und Kattundruckereicn mit Wauversehen werden. Dieses Färbekraut wurde vor einigenJahren in Halle so überaus häufig gebaut, daß manden getrockneten Zentner, zu der damaligen Zeit, füranderthalb bis zwei Thaler kaufen konnte. VergleichendeVersuche, welche mit dem Wau aus Schwaben, demvon Halle und dem verschiedenen französischen unternom-men wurden, zeigten als Resultat, daß sie einanderhinsichtlich ihres Gehaltes an gelbem Pigment immerziemlich gleich waren, auch verhielt sich der Färbestoffunserer deutschen Pflanze zur Erzeugung einer schönengelben Farbe eben so, wir der des französischen Wau,

und