Ich versuchte vormals den Färbestoff des Sumach(m!t dem Gerbestoff, der ihn begleitet) zu conzentriren,indem ich ihm die Form eines trockenen Auszuges zum
Gebrauch
Beere, sehr saftreich, sauer von Geschmack und enthält tueinem einzigen Fache mehrere Saamenkörner eingeschlossen.Diese Pflanze wächst, gleich der erster», im nördliche»Deutschland sehr häufig in dichten, schattigen Wäldern.Um die Blätter dieser beiden Gewächse so zu bearbeiten,daß sie als Stellvertreter des Schmacks oder Gerber-Sumachs benutzt werden können, ist es hinreichend, vorder Blüthe die ganze Pflanze einige Zoll über dem Bode»abzuschneiden, sie zu trocknen und dann zu dreschen, dadann die Blätter und Blattstiele leicht sich lösen, und diegerbende Substanz darstellen. Man läßt sie nun entwe-der in einer Stampfmnhle zerstoßen, oder auf einer Loh-inühle mahlen, damit ein ziemlich feines Pulver darausentsteht, von derselben Art, wie das des spanischen unditalienischen Schmacks. Dieses Pulver kommt dem spani-schen und italiänischen Schmack sowohl in der Farbe alsauch in allen übrigen Eigenschaften gleich; und kann so-wohl in der Gärberei als in der Färberey ganz als Stell-vertreter desselben benutzt werden.
In der Wollenfärbcrei hat man von diesem deutschenSumach bereits Anwendung gemacht, worüber uns derFärbermeister Gruber folgende Anleitung giebt: Auf einStück wollenes Tuch von dreißig Ellen nehme man zumAnsude ein Pfund weißen Alaun, ein Pfund Weinstein,ein halbes Pfund blauen oder eyprischen Vitriol und einhalbes Pfund gestossenen weißen Arsenik. Das Tuch wirdmit diesen Materialien und der gehörigen Quantität Was-ser zwei Stunden lang gekocht, und bleibt dann überMacht in dem Bade liegen. Den Tag darauf wird dasTuch gewaschen, der Kessel gereinigt, mit Wasser gefüllt,
dann