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Zweiter Band.
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Sprößlinge ab, und zerstampft sie mit den Blütelern. - 8 a)

28 a) Dem Geheimen Rath Hermbstädt verdanken wir nütz-liche Stellvertreter des Gerbers-Sumach. Er sagt: dieseFragen, die sich mir beim Nachdenken über den gedachtenGegenstand darstellten, veranlaßten eine vergleichende Un-tersuchung des Gerbers - Sumach mit einigen andern beiuns einheimischen Vegctabllien; und als Resultate der»selben habe ich gesunden, daß viele bei uns wild wachsen-de Waldpflanzen in ihrer Grundmischung dem Gerber -Sumach so ähnlich sind, daß sie vollkommen als brauchba-re Stellvertreter für diesen angesehen werden können. Zugedachten Pflanzen gehören besonders:

i) Der Strauch der gemeine» Sandbeere oder Bären-traube (Arbutus Uva ursi). Diese Pflanze findet sichbei uns ziemlich häufig wild wachsend in schaitichten Wäl-dern. Die Stängel sind kriechend. Die Blätter sindklein, eirund, glatt, hart, oben dunkelgrün, unterhalbbleichgrün, und veranlassen auf der Zunge einen bitternzusammenziehenden Geschmack. Da, wo sie festsitzen, sindsie schmaler, sein gefiedert, und auf der untern Flächegleichförmig, ohne getüpfelt zu seyn. Die Blumcnkronedieses Gewächses ist eiförmig, besitzt zehn Staubfädenund ist unten am Fruchtknoten befestigt. Die Frucht isteine rothe Beere, trocken, mehlig, geschmacklos, uud hältin fünf Fächern fünf Saamcnkörncr eingeschlossen. DiePflanze erreicht selten eine Höhe von drei bis vier Fuß.2) Die Blatter und Blattstiele vom Preisselbeerstranch( Vaccinium Vitis itlca). Diese Pflanze hat mit der vo-rigen die größte Achnlichkeit. Der Stängel ist aufrecht,aber schief. Die Blätter gleichen denen der vorigen, sindaber da, wo sie festsitzen, breiter, dünner und auf der un-tern Fläche getüpfelt. Die Blumenkrvne ist glockenförmig,tief eingeschnitteu, besitzt acht Staubfäden, und ist überdem Fruchtknoten befestigt. Die Frucht ist eine rothe