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Zweiter Band.
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siung schnell bei einem beträchtlichen Gi'üd von Hitzevollbracht, so wird die Farbe immer trübe, vermuthlichLurch eine Verbindung mit Sauerstoff, welcher ähnlicheWirkungen, wie eine leichte Verbrennung hervorbringt;wird aber die Verdunstung langsam bewerkstelligt, soleidet der Farbestoff sehr durch eine andere Verande,rung, die jener gleich kommt, welcher der Absud desWau immer unterworfen ist, und wodurch letzterer,wenn er aufbewahrt wird, gewöhnlich in weniger alss4 Stunden verdirbt. 35 )

35) Um den gelbfärbenden Stoff der Quercitronrinde ftincmganzen Umfange nach vortheilhaft zu benutzen, gieng Kur-ier schon längst, durch eigene Erfahrungen veranlaßt, vonder Meinung des Herrn Bancroft ab. Hier ist die Me-thode, welche ihn berechtigte zu glauben, daß Herr Ban-croft diesen Gegenstand von einer andern Seite ansieht,als er eigentlich angesehen werden sollte. Kurrer sagt:„Zum Färben der hellen, intensiven, gelben Farbe brin-ge ich die Rinde in einem leinenen Beutel in den Färb«keffel, knete denselben unter Wasser mit kolbigen hölzernen'Stäben gut aus, und erhöhe die Temperatur des Badesbis zu 45-50° Reaumür. Wenn ich glaube, daß dasBad hinlänglich mit färbendem Stoffe versehen sey, lasseich kaltes Wasser bis zu einer Temperatur von 15» zuge-ben, gieße die thierische Leimlösung zu, und färbe darindie. Waare unter immerwährendem Hin - und Herwindcnmittelst des Haspels, bis zu einer Temperatur von z; -40° Reaumür, wodurch ich ein Gelb von überaus schönerund sanfter Farbe erhalte, welches mir nichts zu wünschenübrig iäßr. Die in dem Beutel bcfiiidliche Rinde, welchenoch einen großen Antheil von gelbem Pigment »nd Ger-bestoff enthält, lasse ich in einem kleinern Kessel abkochen,wodurch ein Dekokt mit gerbestoffhaltigem Pigment erhal-ten wird; diesem setze ich thierische Leiiulösung in Wasser