niget werden, um das Fett, mit welchem die Fasernvon Narur überzogen sind, wegzuschaffen. Dieß ge,schieht gewöhnlich dadurch, daß man die Schaafwvlle,oder das Tuch ungefähr eine Viertelstunde tn altenArin cinkauchr, der mit dreimal so viel Wasser verdünntund nahe an der Brühhitze gehalten wird; *) nachhermuß sie in reinem Wasser ausgewaschen und mit dengehörigen Farbebeitzen, ohne vorhergehendes Trocknen,getränkt werden, damit sich die Farbe gleichförmigeranlege.
Thon oder Alaunrrde (»lumino), durch reine Pott«asche niedergeschlagen, wiederholt tn reinem Wasserausgewaschen, und mit Quercitronrinde gekocht, ver,einigte sich schnell mit dem Färbestoffe derselben, und-rächte eine fast goldgelbe, oder, wie man es nennt,Eyerdotler» Farbe hervor, und Schaafwolle, in die,ser Mischung eine halbe Stunde lang gekocht, wurdebräunlichgclb; diese Farbe schien sich aber nur ober,siächltch angelegt zu haben, weil die Alaunerde im umaufgelösten Zustande nicht vermögend genug ist, in diePoren der Schaafwolle einzudringen, selbst wenn diesedurch das kochende Wasser ausgedehnt werden. 3r )
*) Mehr darüber sehe man S. 86. Th. I.
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37) Die reine Alaunerde (Thonerde) besitzt zwar die Eigeneschaft, der Quercitronrinde einen Theil des gelben Pig-ments zu entziehen, welches sich damit verbindet; aberauf die Faser der Wolle, Seide, Baumwolle und des Lei-nen ist sie nicht anwendbar, weil sich die gelbe Farbe da-mit nicht firlren kann, indem sie sich nur mechanisch an-legt , keineswegs aber chemisch damit verbindet. Thon-erden, iu den alkalischen Salzen aufgelöst, bewirken die-