Band 
Zweiter Band.
Seite
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Die Auflösungen der Alaunerde mit Kali, Natronoder Ammoniak, sowol im milden als kaustischen Zu,stände, zeigten zwar, daß sie gelbe Farben von vex,fchiedenen Schattirungen mit Qnercitronrkiide aufSchaafwvlle zu geben im Stande sind; aber sie sindvon geringerer Güte als diejenigen, weiche die Alaun,erde, wenn sie mit Sauren aufgelöst ist, giebt.

Die wohlfeilste und einfachste Art, die Quercitron,-Farbe auf Schaafwvlle zu bringen, besteht darin, dassman die Rinde mit einem gleichen Gewicht oder einemDrittel mehr von gemeinem Alaun (schwefelsaurerAlaun, oder Thonerde) in einer gehörigen PortionWasser, etwa u> Minuten kocht, und dann die vorhervon, Fett gereinigte Schaafwvlle oder das Tuch so.

selben Erscheinungen, deren der Verfasser hier gedenkt;unter ihnen eignet sich die in Kalilauge aufgelöste Thon-erde noch am besten zu einer Basis; übrigens empfiehltsich der Erfolg zur Nachahmung nicht. Mit Säure» ver-bunden bildet die Thonerde ein schickliches Mittel, dirFarbe der Quercitronrinde mit der Faser zu verbinden,welche Verbindung durch eine theilwcise Zersetzung derThonerden - Basis während der Operation des Färbeus er-folgt. Diese mit dem Zcuge verbundene Basis enthältaber selbst noch nach dem Färben einen verhältnißmäßigcnAntheil der Saure gebunden, welcher die Zeuge, nachdem Verschießen der Farbe durch langes Tragen und wie-derholtes Waschen, geneigt macht, durch ein nochmaligesDurchnehmen im Quercitronbade wieder gefärbt zu erschei-nen. Kurrer färbte ganz abgetragenen Kattun, welcherfrüher mit der eßigsauren Thonerde bedruckt, und mit derRinde gelb gefärbt worden war, in einem Quercitrvnauf-gusse wieder auf, und erhielt ein »och ziemlich angeneh-mes Gelb.