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Zweiter Band.
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si« miteinander etwa fünfzehn Minuten lang kochen, c

Von dieser gelben Flüßigkeit gießt man nun etwas in I

den Farbekessel, der vorher mit hinlänglich heißen,Wasser angefüllt worden, rühret die Mischung tüchtigum und fängt hernach an, das Tuch, wie gewöhnlich,zu färben, wobei man, so oft es nöthig ist, von der ;

gelben Flüßigkeit aus ersterm Kessel immer in kleine» t

Portionen hinzugießt. Auf diese Art können die blasse«sien und zartesten Schaltirnngen mit Leichtigkeit und j

Sicherheit gefärbt werden; und wer die Wirkungen [

dieser Verfahrungsart nocb niemals gesehen hak, wird ,

die ausnehmende Schönheit und Zartheit dieser blassen, ;

aber lebhaft grünlichen, limoniengelben Farben kaum -

begreifen können, welche gewiß weniger kosten, als ahn« j

liche Farben, die man, wo möglich, durch andre Mit« )

tel bewirkt. Der Wau ist unstreitig die einzige Färb«waare, welche im Stande ist, ähnliche Wirkungen wiedie Rinde hervorzubringen; aber in Vergleichung desPreises wird er viermal so theuer zu stehen kommen,wenn man auf die geringere Menge von Färbestoff,welchen er liefert, Rücksicht nimmt, und die Kösten inAnschlag bringt, welche das lange Auskochen des Wa»erfordert, was zur Ausziehung des Pigments aus derQuercitronrinde nicht nöthig ist. Man kann im Allge,meine» annehmen, daß die mit Quercitronrinde, schwerfelsalzsaurem Zinn und Alaun gefärbten Gelb nichtmehr an Farbwaaren kosten, als einen englischen Pfen«nig *) auf jedes Pfnnd Tuch, und daß sie nicht halbso viel Zeit, Arbeit und Feuerung erfordern, als jene,die durch andre Mittel hervorgebracht werden. Glei«

*) Beiläufig drei Kreuzer Reichsgeld.