Band 
Zweiter Band.
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cheS gilt auch von den durch die Rinde mit fchwefelsalzrsaurem Zinn, Alaun und Weinstein erzeugten zarte/ren Schattirungen; denn obgleich letztere Zuthat kvst<dar ist, so hat man sie doch nur zu blässeren Farbennöthig; welche geringere Portionen von Farbwaarenerfordern, und daher nicht mehr kosten, als die höch,sten Schattirungen, die man ohne den Weinstein her/vorbringt.

Eine grünliche Nüange kann aber auch ohne Wein/stein dargestellt werden, wenn man an seiner Statt et,was in Esiig aufgelösten Grünspan zugleich mit derRinde anwendet; aber ich halte diese Farbe weder fürso dauerhaft, noch für so zart, rein und schön, als diedurch den Gebrauch des Weinsteins erzeugte. Auchder schwefelsaure Indiz erzeugt diese grünliche Nuance,wenn er in sehr geringer Menge mit der Rinde, mitdem schwefrlsalzsauren Zinn und Alaun angewendetwird; aber er hat die Neigung, sich so schnell an denFasern der Schaafwvüe oder des Tuchs fest zu hängen,daß große Achtsamkeit erfordert wird, damit er nichtungleich sich ansetze. Ueberdieß ist die dadurch erzeugte

39) Der Zusatz von in §ßig anfgelLstem Grünspan trägt zurNüan;irung des Gelben ins Grünliche nur dann bei,wenn er etwas reichlich geschieht; außerdem wirkt derGrünspan, so wie alle Kupfersalze zu jedem gelben Pig-ment, als Mittel, dem Gelb mehr Lüster und Ton zugeben, und es scheint beinahe, daß ein mäßiger Zusatz ir-gend eines passenden Kupfersalzes zu den gelbe» Farbeneine Fülle von der Farbe hervorhebe. Der Weinstein da-gegen wird zum Theil zersetzt, und es wird hier anPflanzeusaure gebundenes Jinnorydul und Thonerde gebil-det, die auf ähnliche Art auf das Pigment der Querci»trvminde zu wirken scheinen.