Band 
Zweiter Band.
Seite
184
JPEG-Download
 

*84

Viertel ihres Gewichts schwefelsaurem Eisen (Kupfer,Wasser), nach Maasgabe der zu bewirkenden Schatti,rung, kochen, und wenn die Flüßigkeit wohl gemischtworden, und ein wenig abgekühlt ist, kann das Tuch,wie gewöhnlich, darin gefärbt werden, ebne weitere Zu,bereitung als die der Reinigung vom Fett und Anfeuch,lung. Um die Farbe noch dunkler zu machen, kannman zu der Rinde ein wenig S um ach (mis coriaria)thun; dagegen wird die Farbe mehr ins Olivenfarbigeund Gelbe fallen, wenn man die Menge des schwefel,sauren Eisens vermindert, und etwas weniges Alaunund Kreide dazu nimmt, oder, was besser ist, ein we,uig schwefelsaures Kupfer mit einem kleinen Theil Krei,de, oder auch ohne diese, Oder das Tuch kann zuersteinige Male durch ein Gefäß, worin kochende Rinden,flüßigkeit sich befindet, gewindet, sodann heransgenom,men und rasch durch ein Gefäß mir kochendem Wassergezogen werden, in welchem eine gebörige Portionschwefelsaures Eisen entweder mir oder ohne Alaun undKreide, oder mit oder ohne schwefelsaures Kupfer undKreide (wie es die beabsichtigre besondere Farbe erfor,-Lern mag), aufgelöst worden ist.

Auf beide Arten werden die Farben dauerhaftwerden und wohlfeil seyn; vier oder fünf Pfund Rindesind gemeiniglich hinlänglich, um hundert Pfund Tuchmit diesen Farben zu färben. Tuch, durchs Kecken miteinem Zwanzigstel seines Gewichts schwefelsaurem Ei,sen und einem Viertel von letzterer Menge an Kreidezubereitet, und sodann mit der Rindenflüßigkeit ge,färbt, erhielt eine starke dauerhafte Chocolarfarbe; manmuß aber wohl Acht haben, daß die Farbe gleichwerde.