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Zweiter Band.
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Von den Eigenschaften und dem Gebrauch« derQuercitronrinde zum Färben der Seide.

Alle verschiedene Schattirungen des Gelb, das ge«wöhnlich mit Wau auf Seide gefärbt wird, könneneben so leicht und schön, und wohlfeiler erhalten wer«den, wenn man Quercitronrinde an seiner Start, imVerhältniß von ein oder zwei Pfund auf jede zwölfPfund Seide, nach Maasgabe der beabsichtigten befo«,der» Schattirungen anwendet. Zu diesem Ende mußdie gepulverte, und in einen Sack gebundene Quere»tronrinde in den Farbkessel gebracht werden, wenn dasWasser noch kalt ist; sobald aber dieses etwas mehrals blutwarm wird, muß die vorher alannte Seide hin«eingeihan und, wie gewöhnlich, gefärbt werden; undwenn man höhere Gelb haben will, so kann man einwenig Kreide oder Perlasche gegen das Ende der Ope«ration zusetzen, wie dieses für das Schaafwollenfärbenangezeigt worden ist.

Wünscht man lebhaftere Schattirungen von Gelbzu erhalten, als die sind, welche entweder durch denWau oder mittelst der Quercitronrinde mit der Alaun«Halligen Basis allein hervorgebracht werden können, soist es dienlich, etwas von dem schwefelsauren Zinn da«zu zu nehmen, aber nur sehr wenig, weil das Zinn«vxyd, wenn es nicht sparsam angewendet wird, gerneden Glanz der Seide vermindert.

Um diese Schattirungen zu bilden, muß man vierPfund Quercitronrinde auf drei Pfund Alaun, und zwekPfund schwefelsalzsaures Zinn, mit einer gehörigenMenge Wasser, zehn oder fünfzehn Minuten lang ko«chen; ist hernach die Hitze der Flüßigkeit so gemindert.