»äffet entspricht dem Zwecke, eine reichlichere MengeAlaunerde in die Fasern des Leinen oder der Baumwol,le zu bringen, und setzt überdieß eine Portion Kalkba,sis zu der Alaunhaltigen Basis; eine Wirkung, dienicht ohne beträchtliche» Nutzen ist.
Ich habe gefunden, daß, wenn die AlaunhaltkgeFlüßigkeit brühheiß angewendet wird, die hernach ent,standene Farbe nicht so gut war, alS die, welche manvon der bloß blutwarmen Brühe erhält; denn die Po,ren des Leinen und der Baumwolle sind so geöffnet,daß sie keiner Ausdehnung durch einen größer» GradHitze bedürfen. 48 )
Wenn die Baumwolle oder das Leinen, wie vorhingesagt, zubereitet und gereinigt ist, so wird ein schwerches Feuer unter dem Farbkessel angemacht, den manvorher mit der gewöhnlichen Menge Wasser füllt. Indiesen Kessel wird die in einen Sack gebundene, gepul,
43) Die Ursache liegt nicht hierin, sondern in einem ander»Grunde. Die eßigsaurc Thonerde läßt nehmlich, wenn sieerhitzt wird, den größer» Theil ihrer Alaunbasis fallen,und das Fluidum ist dann blos Eßig mit einer geringe»Maunbasis- Dieses Fluidum in Verbindung mit dem nochin der Mischung befindlichen unzersetzten Alaun (schwefel-saurer Thonerde) ist nicht mehr geeignet, hinlänglichThonerde abzugeben, weil die Säuren zu vorwaltendsind. Das Kalkwaffer ist dann auch nicht zureichend, soviel von der freien Säure zu binden, um eine hinlängli-che Menge eßiggesäuerten Thons zu disponiren, sich somit der Faser in Verbindung zu setzen, daß sie beim dar-auffolgenden Färben so viel Pigment aufnehme als nöthigist, die.Aeuge mit genügsamer Farbe zu bekleiden.
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