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Zweiter Band.
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pflegen, wenn sie ebne jene Vereinigung aufgetragenwerden. Ich habe auch wiederhole gefunden, daß dergelbe Färbestoff, geradezu auf die ungez ei chneteeßigmure Thonbeitze gefärbt, eine dauerndere Farbe er«zeugte, alS wenn die Basis vorher mir Quercitronrindegezeichnet war; und eine weit dauerhaftere, als wo dieVordnickbeitze mit Brasiltenholz geblendet war. DieseThatsache wird uns in den Stand setzen, wenigstenseine von den Ursachen einzusehen, warum es beim Lei«nen i oder Baumwollenfärben höchst vortheilhaft sey,die eßigsaure Alaun - oder Thonbeitze, wo es möglichist, zuerst allein und ungezeichnet anzuwenden. Wennaber beim örtlichen Färben mit Quercitronrinde odermit Wau nöthig ist, der Beitze, sie sey eßigsaureThonerde oder eisenhaltige Flüßigkeit, oder eine Mk,schung von beiden, einen mäßigen Farbegrad zu ge«den, so rathe ich, dazu einen sehr starken Absud vonQuercitronrinde zu gebrauchen, damit er die Beitzenicht zu sehr schwäche; er muß aber auch so sparsam,als es die Natur der Sache erlaubt, angewendet wer,den. 55 )

55) Ein hiezu geeignetes Quercitronrindcn - Dekokt bereitetman sich dadurch, daß man 2 Pfund Quercitronrinde mit10 Pfund Wasser zur Hälfte abdampft, die Flüßigkeit ab-seihet , dann noch einmal mit i-> Pfund Wajser bis zurHälfte einkocht,.die Brühe zur erstem abseihet, hierauf 2Loth Leim, den man vorher iu 8 Loth Wasser hat zerge-hen lassen, der Farbbrühe zusetzet, das Ganze umrührtund nun einige Stunden stehe» läßt, dann aber durchwollenes Tuch (Flanell) klar abseihet und auf gemäßigtemFeuer bis auf 4 Pfund Flüßigkeit verdunstet. Wer imBesitze eines Damxfkochofen ist, der darf nur 1 z PfundQuercitronrinde in Anwendung bringen, um die eben be-