Band 
Zweiter Band.
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Die ungünstige Wirkung der örtlich angewendetenBeitzen kommt oft größtentheils davon her, daß sieentweder zu viel oder zu wenig mit Gummi, Stärkeund Kraftmehl, welche man gewöhnlich zu dieser Ab«ficht gebraucht, verdickt sind. Ist die Flüßigkeit zu sehrverdicket worden, so durchdringt sie die Fasern oder dieSubstanz des Leinen und der Baumwotle nicht hinlang«lich, und daher zeigt sich die darauf hervorgebrachteFarbe schwächer und weniger dauerhaft, .als es sonstder Fall seyn würde. Wenn hingegen die Flüßigkeitnicht genug verdicket worden ist, so läuft sie oder verrbreitet sich zu weit auf der Oberfläche des Stückes,und bringt Figuren oder Eindrücke hervor, die verwirrtund unbestimmt anösehen. Ueberhaupt muß die Flüßig,keit zu dieser Anwendung blos so dick gemacht wer«den, daß ihr Verbreiten über die ihr angewiesenenGränzen hinaus verhütet werde, und diesen Grad derDicke oder Flüßigkeit genau zu treffen, scheint bei derEisenflüßigkeit nöthiger zu seyn, als bei der eßigsaurenAlaun« oder Thonbeitze, well das Eisenoxyd sich nichtso innig wie die Alaunerde mit der Essigsäure verbin«det, sondern sich in einem mehr oder weniger getreu«,len Zustande hätt, und nicht so reichlich die Fasern derLeinwand oder der Baumwolle durchdringt, noch sich so

schviebene Quantität Dckokt von gleicher Stärke zu erzie-len. Ein Loth desselben ist auf eine Maaß Beitze zurci»chcnd. Es verdient hier dcmcrkt zu werden, daß man sichdieses Quercitrvnrinden - Dekvkt nicht eher, als bis manes nöthig hat, bereiten darf, weil dasselbe, was vielleichtbei sehr wenigen Pigmenten der Fall ist, schon in einigenLagen, wenn es nicht mit andern Mitteln verbundenwird, einer Zersetzung unterliegt, schimmelt und verdirbt.