waffer bringt, um den hier nöthigen salpetersaure» Kalkzu bilden. 64 ) Sowohl dieser Kalk als das salpeter,saure Kupfer muß zu dem vorhin erwähnten Absudvon Quercitronrinde gleich nach der eßigsauren Thon«beitze gethan werden, ehe die Flüßigkeit durch Gummioder Srärke verdickt worden ist. Diese Mischung mußman wohl umrühren und sie eine halbe Stunde langetwas mehr als blutwarm erhalten, ehe man das Ver,dickungsmittel hinzusetzt.
Wird auf diese Art das salpetersaure Kupfer undder salpetersaure Kalk mit der Mischung Nro. » verei«nigt, so erhöhen sie die gelbe Farbe beträchtlich undmachen sie fähig, längere Zeit dem Einfluße der Sonneund der Luft zu widerstehen, auch die Wirkung desWeineßigs und der schwächer» Säuren überhaupt ek<was besser zu vertragen, als es sonst der Fall zu seynpflegt; ob ich gleich das Letztere weder als einen Be«weis von der Güte einer Farbe, noch als einen wesent,lichen und wichtigen Umstand ansehe. Diese prosubstan,live Taseldruckfarbe will ich mir Nro. 2. bezeichnen.
Da die Quercitronrinde auf diese Weise eine ebenso volle und hohe, zugleich auch weit dauerhaftere unddabei wohlfeilere Farbe liefert, als die schönste ist,welche man von den französischen Gelbbeeren erhaltenkann; so glaube ich, daß dieienigen Katkundrucker(wenn es anders noch solche giebt), die ferner dieletzteren anwenden, sowohl gegen ihren eigenen Vor,theil handeln, als auch gegen das Publikum und denRuf ihrer Kunst pflichtvergessen sind.
64) Hier muß bloß die klare neutrale Flüßigkeit angewendetwerden, ja nicht der unaufgclöste Kalk; man muß daherden sich bildendeu Bodensatz sorgfältig trennen.