den Seifenwassers auszuhalten. Ich muß jedoch wiederin Erinnerung bringen, daß das Zinnoxyd eine stärkereanziehende Kraft, als das Eisenoxyd zu den meistenManzenfarbestoffen und besonders zu dem des Krappshat, und daß daher die Prosubstantiven Farbenmischun,gen, welche eine der erwähnten Zinnauflösungcn in sichhalten, den Purpur oder das Schwarz (die man durchdas Eisenoxyd vom Krapp erhalten hat) roth machen,sobald sie so nahe gedrängt aufgetragen werden, daßsie dieselben berühren.
Aus diesem Grunde ist es da, wo man ein Tafeledruckgelb unmittelbar an den Rand einer dunklenKrappfarbe legen muß, was oft der Fall ist, rathlich,sich der Zubereitung Nro. 2 zu bedienen.
Das salpetersalzsaure Zinn, welches aus zwei Thek,len Salpetersäure und einem Theile Salzsäure besteht,liefert auf diese Art mit dem Rindenabsud ein sehr ho,hes lebhaftes Gelb, das starken Säuren, kochenderSeife u. s. w. widersteht, aber an der Sonne und Luftbraun wird; eine Wirkung, welche, meiner ErfahrungZufolge, durch Citronensaft verhindert werden kann;wenigstens geschahe dieß auf Stellen, welche zu einemandern Zwecke damit waren befeuchtet worden. Oliven,öl, womit man gelbe, mit einem Absud von Querci,tronrinde und salpetersalzsaurem Zinn gefärbte Stellenoder Figuren bedeckte, schien keine Wirkung zu haben,um die Farbe gegen den nachtheiligen Einfluß derSonne und der Luft zu schützt». Leinöl, unter densel,den Umstanden angewendet, war der Farbe sogarschädlich, indem die damit bedeckten Stellen ein schwärz,liches Aussehen bekamen, nachdem sie nur wenige Wo,chen der Witterung ausgesetzt waren.
Dieses