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Zweiter Band.
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den Färbern in Europa angewendet worden zu seyn,nehmlich: i) Rubia tinctorum, Lin. , oder Rubia tinc-tor, s-tiva nach Bauhin (Pinax ZZZ.), mit jährlichemLaube und stachlichtem Stamme und perennirenderWurzel. 69 ) Dies ist eigentlich der See lau der«

6y) Die durch Linus beschriebene 5 Arten der Färberröthefind : I) Die Rudis tinctorum , gemeine Nöthe oderFärberröthe, welche in den meisten Gegenden von Europaangetroffen wird. 2) Die Rudis peregrina oder fremdeNöthe. Sie wächst auf verschiedenen levantisthen Inseln,in Spanien, Minvrca und Piemont. g) Die Rudis luci-da oder glänzende Rothe, welche auf der Insel Majorkazu Hause ist. 4) Die Rudis anjusti folia oder schmal«blätterige Nöthe, deren Vaterland Majorka ist. 5) DieRudis cordifolia oder hcrzblätterige Rothe; sie wächstauf der Insel Minorka, desgleichen in China und Sibe-rien. Die Rudis tinctorum hat zwei Abarten, die ange«baute und die wilde Färberröthe. Im Ganzen sind unsneun verschiedene Pflanzengattungcn bekannt, welche denNahmen Färberröthe führen; da aber arißer der Rudi»tinctorum und der Rudia peregrina alle Übrigen nichtbesonders merkwürdig sind, so übergehen wir die spezielleBeschreibung derselben. Die Anwendung der Färberrötheverliert sich bis ins graue Alterthum. Plinius, welcherim ersten Jahrhundert unserer Zeitrechnung lebte, bemerk-» te, daß die Römer diesen Färbestoff Erytrodamus ge-nannt , welches beweißt, daß er schon vor den Römernden Griechen bekannt war. Zu den Zeiten der Römer un-terscheidete man schon zwei Spielarten desselben, von wel-chem die eine von Natur und ohne Kultur wuchs, die an-dere aber mit Fleiß kultivirt wurde. Divskoridesräumte derjenigen Pflanze den Vorzug ein, welche umNavenna herum gebaut wurde, von welcher er sagt, daßman sie auf den Feldern und zwischen den Oelbäumen an-gebaut habe. Später nannte man die Krapppflanze Va-