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Zweiter Band.
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Krapp, der seit mehr als dreihundert Jahren injener Provinz stark angebaut worden zu seyn scheint.Kaiser Carl der Fünfte hat seinen Anbau durch beso».

rantia oder Varantie, wahrscheinlich wegen derDauer der damit erhaltenen Farbe, woraus hernach dieFranzosen den Namen Garancc gebildet haben. T6 istinzwischen nicht klar zu erweisen, ob die Färbcrrötbe, vonwelcher Plinius und Dioskvridcs sprechen, dieselbePflanze gewesen, welche wir Rubia Unctorum nennen,da es mehrere Arten der FärberrLkhe giebt, und auch dieWurzel vom Labkraut oder Waldstrauch (Galium L.), sowie überhaupt alle Robia - Gattungen ein rothfarbcndesPigment enthalten. Der Unterschied hierin liegt blos inder größere» oder geringeren Güte und Natur des Pig-ments selbst. In der neuern Zeit hat der Anbau desKrapps in vielen Ländern von Europa sehr überhand ge-nommen, so daß man ihn jetzt außer Holland,.Frank-reich und Italien, auch in der Schweiz, in Deutschlandund in der europäischen Türkei häufig antrifft. Der Zeit-raum , in welchem der Anbau des Krapps in Holland sei-nen Anfang genommen, datirt sich aus entfernten Zeiten,daher der Abt Rozier (Gours d’Agriculture T. V.S. 335 *) im Irrthum sich befindet, wenn er glaubt, daffderselbe durch die französischen Emigranten zur Zeit derWiederrufunz des Edikts von Nantes dahin gebracht wor-den wäre. Herr von Kanntner hat durch Stellen auSalten Schriftstellern bewiesen, daß bereits schon im Jahr1537. eine Verordnung vorhanden gewesen, welche dieVerfälschung des Krapps in dem Römers-Waal untersag-te. Der in Holland gebaute Krapp ist Rubin tinctorumfoliis annuis caule acculcato, Färberröthe mit jährigenBlättern und stachlichtcm Stiele. Aller Wahrscheinlich-keit nach ist der Europäische Krapp ans dem Morgenland«:zu uns gebracht worden; und wenn auch sein Anbau beiuns gegen den in jenem Lande verschieden ist, so beruht: