von den Franzosen sruve (fahl oder falb) genannt
bepflanzt zu werden. Man kann die .Keschickiichkeit derHolländer hicbci nicht genug bewundern. Sie ziehen bloönach dem Augeninaaß diese schmale Beeten; sie machensie gegen die Mitte allmählig hoch, und dachen sie gegendie Seiten (Ränder) ab, alles so schön, als ibenn eSnach der Schnur gemacht wäre- Die Holländer säen denKrapp nie, sondern sie pflanzen ihn im Mai durch Steck-reiser (Ableger) sort. Sie thun früher oder später zudieser Arbeit, je nachdem es die Witterung erlaubt. DieLandleute haben ein Vorurtheil, welches bei ihnen so festeingewurzelt ist, daß man es ihnen nicht nehmen kann,nehmlich: die einzige passende Zeit, die Steckreiser z» se-tzen, sey, wenn die Aepselbäume, die sie Bruin , y.oet-cling nennen, in der Blüthe stehen. Um diese Zeit brichtman an den Pflanzen von einem oder zwei Jahren dieNebensprossen ab, legt sie ordentlich und sorgfältig inKörbe, und erhält sie recht frisch, damit die jungest Pflan-zen ja nicht vertrocknen, ehe man sie in die Erde setzet.Der Taglöhner, der sie setzt, muß ein Sctzcisen haben,das schmal ist, und in der Form einer Maurerkelle gleichsieht. Die Hälfte der Pflanzer kniet mit dem rechtenFuße auf die Erde, und legt eine Pflanze in jede Furche.Hinter ihnen kniet der andere Theil der Arbeiter aufihren linken Füßen. Ein Knabe, der vor der ersten Reihestehet, halt einen Korb voll Setzreiser in der Hand undtheilet sie an die Arbeiter aus. Die Taglöhner auf demrechten Knie halten das Setzeisen in der linken Hand,und die Pflanzenrciser in der rechten. Sie machen mitdem Setzeisen auf der rechten Seite des schmalen BeeteSein Loch in die Erde, das sich schräge vorwärts neiget.Zu gleicher Irit schiebe» sie zwei junge Pflanzen nebenein-ander hinein, und drücken die Erde fest an. Die andereReihe der knienden Pflanzer halt ihre Setzeisen undPflanzenreiser zust in entgegengesetzter Richtung von erstenArbeitern. Sie besetzen die linke Seite des Beetes gera-