Band 
Zweiter Band.
Seite
279
JPEG-Download
 

einem bräunlich t gelben Färbestoffe zu enthalten, der

wandtet von Franken, ein Mann voll Unternehmungs-geist , dem Krappbau einen neuen Schwung gab.

Er errichtete die erste Krappmühle in Geiselbrunn beiHagenau, und wurde von der Regierung in seinem Unter-nehmen auch unterstützt. Dieses Etablissement besteht jetztnoch unter veränderter Firma. Die irtzige ist JacobRev eis Sehn in Straßdurg, ein äußerst solides undempfthlungswerthes Haus. Der Ertrag von Krapp be-trägt im Elsaß in einem guten Jahre 40 bis 50 TausendZentner, die in Straßdurg und Hagenau verarbeitet wer-den. Die ganze Gegend verdankt dieser Kultur einen be-sondern Wohlstand. Da im Elsaß sehr bedeutende Eta-blissements für die Zubereitung des Krapps bestehen ,welche dem Pflanzer die Krappwnrzeln abkaufen und ver-edle», so wird daselbst auf die Veredlung desselben zumHaudelSprodukt eine besondere Sorgfalt verwendet, wel-ches in Holland nicht so der Fall seyn kann, weil dort dieKrappwurzeln von den Landleuten ausschließlich zubereitetwerden. Die Fabrikanten im Elsaß nehmen vorzüglichdaraus Bedacht, Krappwnrzeln,. die ans verschiedenen Flu-ren gekauft, und auf verschiedenen Gründen gebaut sind,mit einander zu vermengen, wodurch der zubereitete Krappvereinigte Eigenschaften erhält.

Die Holländer wählen zum Anbau des Krapp sehr gutgedüngtes und fleißig bearbeitetes Erdreich. Der Krappwächst gerne in einem etwas lockern Boden., der aber vielverfaulte Düngererde hat; denn da wuchern seine Wurzelnviel leichter tief einwärts. Wenn schon das Feld bestelltist, bearbeitet um» es noch ein Mal, Lud macht daraufschmale Beeten wie ein EsclSrücken, oben ruudlicht einge-drückt, und gegen die Mitte ungefähr um 4 Zolle mehrerhöhet. Reun solche schmale Beete, der Breite nach ge-uommeu, machen in Schouwen ein Rvnd aus. Mau rei-nigt sie vollends mit dem Rechen und so sind sie fertig,